Heppenheim: Schüler Montieren Gesichter Ihrer Lehrer In Pornos

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Katja Eicke holt Luft, tief, dann seufzt sie. Seit 25 Jahren ist sie im Dienst, sagt sie, aber das hat sie noch nie erlebt. Nicht an den Schulen, an denen sie in ihrem Leben bisher tätig war. Nicht dort, wo sie seit 2011 als Schulleiterin arbeitet: am Starkenburg-Gymnasium in Heppenheim, Hessen. An der Schule, die Eicke seit sieben Jahren leitet, herrscht gerade Ausnahmezustand. Anfang November ging es los. Schüler meldeten sich bei einem Lehrer und sagten, sie hätten mitbekommen, dass auf Instagram Fotos kursierten. Darauf zu sehen waren Lehrer der Schule – in Situationen, die es nie gegeben hat. Jemand hatte ihre Gesichter digital ausgeschnitten und montiert: Einmal sah es so aus, als würden Lehrer in einem Porno mitwirken. Ein anderes Bild vermittelte den Eindruck, als würde ein Lehrer den Hitlergruß zeigen. Der Lehrer, der von den Schülern angesprochen worden war, informierte Schulleiterin Eicke. An fast jeder fünften Schule in Deutschland hat es in den vergangenen fünf Jahren Cybermobbing gegen Lehrkräfte gegeben, zeigt eine Umfrage des Verbands Bildung und Erziehung unter Schulleitern. Zuwendungsempfänger sind Träger (natürliche Personen mit Unternehmereigenschaft oder juristische Personen oder Personenvereinigungen), die die unter Nummer 1 genannten Vorhaben durchführen. Im Rahmen der geltenden Ausbildungsordnungen wird der Grundsatz des Umwelt- und Ressourcenschutzes beachtet. Zuwendungsempfänger sind Träger (natürliche Personen mit Unternehmereigenschaft oder juristische Personen oder Personenvereinigungen), die die unter Nummer 1 genannten Vorhaben durchführen. Zur Beachtung des Grundsatzes des Umwelt- und Ressourcenschutzes sollen bei den Vorhaben möglichst auch umweltrelevante Wissensinhalte sowie Kenntnisse zu ökologischen Zusammenhängen vermittelt und damit das Umweltbewusstsein und ein umweltgerechtes Verhalten bei den Teilnehmern der Vorhaben gestärkt werden. Zuwendungsempfänger sind Träger (natürliche Personen mit Unternehmereigenschaft oder juristische Personen oder Personenvereinigungen), die die unter Nummer 1 genannten Vorhaben durchführen. Zur Beachtung des Grundsatzes des Umwelt- und Ressourcenschutzes sollen bei den Vorhaben möglichst auch umweltrelevante Wissensinhalte sowie Kenntnisse zu ökologischen Zusammenhängen vermittelt und damit das Umweltbewusstsein und ein umweltgerechtes Verhalten bei den Teilnehmern der Vorhaben gestärkt werden. Zuwendungsempfänger sind Träger (natürliche Personen mit Unternehmereigenschaft oder juristische Personen oder Personenvereinigungen), die die unter Nummer 1 genannten Vorhaben durchführen. Ziel der Förderung ist die Steigerung der Beschäftigungschancen von Arbeitslosen und weiteren auf dem Arbeitsmarkt benachteiligten Gruppen sowie die Anpassung von Unternehmen, Arbeitskräften und unterstützenden Systemen an den wirtschaftlichen Wandel sowie an geänderte Rahmenbedingungen. Zuwendungsempfänger sind Träger (natürliche Personen mit Unternehmereigenschaft oder juristische Personen oder Personenvereinigungen), die die unter Nummer 1 genannten Vorhaben durchführen. Die Teilnehmer haben ihren Hauptwohnsitz, ihren Arbeitsort oder ihre Ausbildungsstätte im Freistaat Sachsen. Die teilnehmenden Unternehmen haben, sofern es sich nicht um die Erarbeitung von Studien und Konzepten handelt, ihren Sitz oder ihre Niederlassung im Freistaat Sachsen. Diese Richtlinie tritt am Tag nach der Veröffentlichung in Kraft. Sie tritt mit Ablauf des 31. Dezember 2023 außer Kraft. Die ESF-Richtlinie Berufliche Bildung vom 3. Februar 2016 (SächsABl.

Letters, Abc, Education, ElephantEin Schüler meint, möglicherweise wird so etwas eines Tages tatsächlich möglich sein. Ein anderer sagt, dass ein Mensch, wenn er älter wird, es sicher nicht haben möchte, dass seine Eltern da irgendetwas ausgewählt haben. Der Lehrer startet dazu eine kleine spontane Umfrage. Die Schüler drücken auf Antwortoptionen auf den Tablets. Die anonyme Auswertung erfolgt sekundenschnell. Dazu erneut Bilder, aber auch kleine Texte und Kernsätze. Die Schüler diskutieren inzwischen über den Skandal um die angeblich ersten genetisch veränderten Babys. Manche machen sich immer wieder handschriftliche Notizen auf Papier. Ein chinesischer Forscher hatte Ende November behauptet, die Genome von Zwillingen manipuliert zu haben. So oder ähnlich kann das ablaufen, worüber die Politik, aber auch viele Eltern, Lehrer und Schüler derzeit heftig diskutieren: Unterricht mit digitalen Mitteln. Am 6. Dezember soll in der Kultusministerkonferenz der Länder eine Vereinbarung von Bund und Ländern beraten werden, die die Details regelt – etwa, wie das Geld für die neuen Geräte konkret zu den Schulen fließen soll. Doch das Problem ist: Bildung ist Ländersache, der Bund hat hier weder etwas zu sagen, noch darf er die Schulen grundsätzlich mitfinanzieren.

In Brasilien droht den Ex-Präsidenten Lula und seiner Amtsnachfolgerin Rousseff ein Prozess wegen Korruptionsgeschäften. Generalstaatsanwalt Janot wirft ihnen die Bildung einer kriminellen Vereinigung vor. Beide setzen sich dagegen zur Wehr. Es ist ein neuer Höhepunkt in Brasiliens tiefer politischer Krise: Generalstaatsanwalt Rodrigo Janot wirft den früheren Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva und Dilma Rousseff die Bildung einer „kriminellen Vereinigung“ vor. Janot legte beim Obersten Gerichtshof eine entsprechende Anklageschrift vor. Darin heißt es, Lula, Rousseff und weitere politische Verbündete hätten zwischen 2002 und 2016 rund 480 Millionen Dollar (etwa 402 Millionen Euro) an Schmiergeldern durch Regierungsbehörden geschleust. Generalstaatsanwalt Janot wirft Luiz Inácio Lula da Silva und Dilma Rousseff die Bildung einer kriminellen Vereinigung vor. Lula sei eine leitende Figur der kriminellen Organisation gewesen, da er die Macht gehabt habe, öffentliche Posten zu besetzen. Auch nachdem er das Amt verlassen habe, habe er durch seine Nachfolgerin Rousseff immer noch viel Einfluss gehabt, heißt es in den Unterlagen weiter.

Die UNESCO hat alarmierende Zahlen zur weltweiten Bildungs- und Chancengleichheit zwischen Mädchen und Jungen vorgelegt: Demnach dürfen weltweit 63 Millionen Mädchen keine Schule besuchen – ein Trend, der künftig noch drastischere Ausmaße anzunehmen droht. Weltweit gehen mehr als 63 Millionen Mädchen in mehr als 200 Ländern nicht zur Schule. Diese Zahlen gehen aus einem Bericht des UNESCO-Statistikinstituts hervor. Etwa die Hälfte davon sind Kinder im Grundschulalter. Betrachtet man diese Gruppe der Sechs- bis Elfjährigen zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen. So werden 16 Millionen Mädchen, und damit mehr als die Hälfte der Nicht-Schulgängerinnen, dem Bericht zufolge auch nie die Chance bekommen, zur Schule zu gehen. Bei den Jungen liegt die Quote nur bei gut einem Viertel. Vor allem in arabischen Staaten, in Afrika südlich der Sahara und in Süd- und Westasien wären die Chancen auf Bildung zwischen Jungen und Mädchen ungleich verteilt, hieß es in dem Bericht weiter. In den genannten afrikanischen Regionen würden voraussichtlich 9,5 Millionen Mädchen niemals eine Schule besuchen können – bei den Jungen treffe das auf fünf Millionen zu. Vor allem im Sudan, in Liberia und in Eritrea haben Mädchen geringe Chancen auf Bildung – hier wird 60 Prozent von ihnen der Schulbesuch verboten. Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. März 2016 um 07:00 Uhr.

Gewalt Gegen Frauen: Wie Goldrute E.V. Aus Düren Misshandelten Migrantinnen Hilft

OER in der politischen Bildung.pdf Deutsch: Was Politische Bildung, Öffentlichkeit und das Urheberrecht miteinander zu tun haben. Date 19

Mal am Bahnhof von Düren. Nichts Besonderes, könnte man denken. Für die 38-Jährige allerdings schon. Seit fast 20 Jahren lebt sie in der Stadt zwischen Köln und Aachen: „Meine Wohnung durfte ich aber nur in Begleitung meines Mannes oder meiner Schwiegermutter verlassen“, erzählt sie. Kaum in Düren angekommen, wurde der jungen Frau klar, wer fortan über ihr Leben bestimmen würde: ihre Schwiegermutter. Die verbot ihr jeden Kontakt zur Familie in der Türkei. Als Aylin heimlich anrief und aufflog, kam es zum ersten gewaltsamen Übergriff. Schwiegermutter Akin angestachelt haben. Die Schläge waren wie eine Initialzündung, erzählt Aylin. Ab diesem Moment hagelte es Prügel, egal, ob Aylin schwanger war, um Gnade bettelte oder schrie. So hart schlug der Ehemann zu, dass das Blut an die Zimmerwand spritzte. Aylin war nur noch die „Hündin“, durfte nicht mit am Tisch essen und wurde von der Schwiegermutter sogar daran gehindert, eines ihrer Kinder zu stillen. Aylin weint, als sie das erzählt, bleibt aber kerzengerade sitzen und wischt die Tränen von der Schläfe wie Schweiß. Sie ging nicht zum Arzt und erstattete keine Anzeige, wie auch. Sie sprach kein Deutsch. Die Angst, erwischt und totgeprügelt zu werden, war übermächtig.

An den Schulen ist jeder zweite Lehrer älter als 50. In den nächsten 15 Jahren geht etwa die Hälfte der heutigen Lehrkräfte in Pension. Heute schon fehlen Lehrer für Mathematik und Naturwissenschaften. Der Anteil der Bildungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist rückläufig. Der Nationale Bildungsbericht ist eine umfassende empirische Bestandsaufnahme, die das deutsche Bildungswesen als Gesamtsystem beschreibt. Im Abstand von zwei Jahren soll er Informationen über die verschiedenen Bildungsbereiche sowie zu übergreifenden Aspekten des Bildungswesens liefern. Grundlage bilden die amtlichen Statistiken sowie repräsentative Survey- und Paneldaten. Eine Besonderheit des Bildungsberichts ist, dass er sich im wesentlichen auf eine Auswahl regelmäßig aktualisierbarer Indikatoren stützt. Der Bericht soll aber keine Wertungen und Empfehlungen liefern, sondern lediglich Befunde präsentieren, aus denen dann Schlussfolgerungen gezogen werden können. Ende 2003 erschien der von der Kultusministerkonferenz (KMK) in Auftrag gegebene erste nationale Bildungsbericht, der sich nur mit den allgemein bildenden Schulen befasste. Im Frühjahr 2004 einigten sich dann KMK und Bundesbildungsministerium auf einen gemeinsamen Bildungsbericht für Deutschland, der alle zwei Jahre erscheinen sollte. Dieser Bericht sollte das gesamte Bildungssystem von Kindergärten über Schulen bis hin zu beruflicher Bildung, Hochschule und Weiterbildung auf den Prüfstand stellen und dabei jeweils ein Schwerpunktthema ins Auge fassen. Im Juni 2006 wurde der im Auftrag von KMK und Bundesbildungsministerium erarbeitete 1. Nationale Bildungsbericht unter dem Titel „Bildung in Deutschland“ mit dem Schwerpunktthema „Bildung und Migration“ vorgestellt. Beim 2. Nationalen Bildungsbericht, der am 12. Juni 2008 veröffentlicht wird, liegt der Schwerpunkt auf den Übergängen im Anschluss an den Sekundarbereich I. Die Federführung bei der Erstellung des Nationalen Bildungsberichts liegt beim Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF). Weitere beteiligte Institutionen sind das Deutsche Jugendinstitut (DJI), das Hochschul-Informations-System (HIS), das Soziologische Forschungsinstitut der Universität Göttingen (SOFI) und die Statistischen Ämter in Deutschland.

Die Grünen wollen faire Bildungschancen für alle, unabhängig von der Herkunft. Im Wahlprogramm werben sie dafür, mindestens sieben Prozent der Wirtschaftsleistung in die Bildung und weitere 3,5 Prozent in die Forschung zu investieren. In den nächsten fünf Jahren wollen die Grünen zehn Milliarden Euro bereitstellen, um 10.000 Schulen fit für die Zukunft zu machen. Mit drei Milliarden Euro soll der Bund die frühkindliche Förderung unterstützen. Die Grünen formulieren folgende Ziele: Alle Kinder sollen Anspruch auf einen Ganztagesplatz in einer guten Kita bekommen. Von der ersten bis zur vierten Klassen soll ein Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung kommen. Beginnend mit der Kita soll Bildung beitragsfrei sein. BAföG soll zum Leben reichen. Die Studienfinanzierung soll mittelfristig in einen Zuschuss für alle und einen Bedarfszuschuss für Studierende mit einkommensschwächeren Eltern umgebaut werden. Die Grünen setzen sich im Schulbereich für ein möglichst langes gemeinsames Lernen ein und machen sich zudem für die Inklusion stark. Für Kitas wollen sie gesetzliche Qualitätsstandards und mehr Erzieher und Erzieherinnen. Zuletzt gehen die, die nicht wissen wohin. Guillermo zum Beispiel. Seit zehn Jahren lebt er auf der Straße, an der Ecke Florida und Diagonal Norte, im Zentrum von Buenos Aires. 64-jährige Schuhputzer, der seinen Nachnamen nicht nennen will. Sein Hab und Gut passt in eine Klappkiste: Zwei Decken, eine Waschbürste, mehr als zwanzig verschiedene Schuhcremesorten. Das Zentrum von Buenos Aires gleicht seit Donnerstagabend einer Geisterstadt. Übermannshohe Metallbarrieren versperren die Zugangsstraßen. U-Bahnen und Züge fahren nicht mehr. Der Freitag wurde zum Feiertag erklärt. In den Krankenhäusern wurden alle Operationen abgesagt, um im Falle eins Anschlags genügend Kapazitäten zu haben. Sicherheitsministerin Patricia Bullrich riet den Menschen, die Hauptstadt übers Wochenende am besten gleich ganz zu verlassen. Eine heikle Empfehlung in Zeiten der Wirtschaftskrise: Wer am Monatsende kaum noch genug Geld für Essen hat, wird wohl kaum übers Wochenende in den Kurzurlaub gehen können. Der G20-Gipfel findet in diesem Jahr in einem Land statt, in dem derzeit ohnehin beinahe täglich demonstriert wird. Die Inflation liegt bei um die 40 Prozent, Preise für Lebensmittel stiegen im vergangenen Jahr sogar noch mehr an. Viele können kaum noch das Nötigste kaufen, denn die Gehälter ziehen nicht oder zu wenig mit.

Laschet hatte am Wochenende Widerstand gegen die von Union, SPD, FDP, Grünen und Linken im Bundestag angeschobene Grund­gesetzänderung angekündigt. Damit soll der Bund künftig die Ländersache „Bildung“ mitfinanzieren dürfen. Allein der „Digitalpakt“ für die Schulen würde NRW rund eine Milliarde Euro bringen. Laschet befürchtet hingegen „Zentralismus“ und eine „bundesweite Einheitsschule“ durch die Hintertür. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) widersprach ihrem Regierungschef: „Die Grundgesetzänderung verpflichtet niemanden zur Kooperation. Die Schulpolitik ist und bleibt Ländersache.“ Nach dem angekündigten Veto der Ministerpräsidenten von NRW, Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Sachsen läuft es auf ein Vermittlungsverfahren zwischen Bundestag und Bundesrat hinaus. „Nordrhein-Westfalen wäre gut beraten, im Vermittlungsausschuss besonnen und zielgerichtet an einer Lösung zu arbeiten, die Investitionen in Schule nicht verhindert, sondern erleichtert“, so Gebauer. SPD-Landeschef Sebastian Hartmann warf Laschet eine „bildungspolitische Irrfahrt“ vor. Deutliche Kritik äußerten auch die Gewerkschaften. „Das angekündigte Veto sorgt für viel Frust in Schulen und bei Eltern“, sagte der Landesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung, Stefan Behlau. Für Dorothea Schäfer, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, sind Laschets Bedenken vorgeschoben. Eigentlich gehe es ums Geld.

Die Finanzminister und Notenbankchefs der sieben wichtigsten westlichen Industrieländer billigen in Washington einen Aktionsplan, wonach Zusammenbrüche großer Banken verhindert werden und staatliche Mittel für Kreditströme flüssig gemacht werden sollen. Der Deutsche Aktien-Index (DAX) stürzt in den ersten Handelsminuten um 10,7 % ab, stabilisiert sich später dann bei einem Verlust von 7%. Die französische Regierung kündigt die Einberufung eines Finanzgipfels der Euro-Staaten in Paris an. Der 37 Jahre alte Ukrainer Vitali Klitschko ist wieder Schwergewichtsweltmeister des Verbandes WBC. In Berlin gibt der nigerianische Titelverteidiger Samuel Peter nach der achten Runde auf. Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki verweigert die Entgegennahme des Deutschen Fernsehpreises für das »Literarische Quartett«. Er hätte nicht gewusst, was ihn erwarte, sagt der 88-Jährige in Köln und bezeichnete das Gesehene als »Blödsinn«. Die Deutsche Telekom bestätigt einen Medienbericht, wonach persönliche Informationen über mehr als 30 Mio. Handy-Kunden eingesehen und manipuliert werden konnten. Dazu zählten auch die Bankdaten. Die Datenlücke sei mittlerweile geschlossen worden. Der designierte Parteichef von Bündnis 90/Die Grünen, Cem Özdemir, scheitert bei der Listenaufstellung für den Bundestag gleich zweimal beim Landesparteitag der baden-württembergischen Grünen in Schwäbisch Gmünd. Der österreichische Rechtspopulist und Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider kommt bei einem Autounfall unter Alkoholeinfluss ums Leben.

Programmvergleich: Wie Die Parteien Die Bildung Verbessern Wollen

Im Wahlprogramm der FDP steht Bildung an erster Stelle: Das Ziel: die weltbeste Bildung für jeden. Mit mehr Geld, mit Digitalisierung, einheitlichen Standards und einer Garantie, dass kein Unterricht ausfällt. Die Ausgaben für Bildung wollen die Liberalen so weit steigern, dass Deutschland zu den Top-5-Staaten innerhalb der OECD gehört. Dazu gehört auch die Ankündigung, binnen fünf Jahren 1000 Euro pro Schüler in Technik und Modernisierung zu investieren. Die Bezahlung und Ausbildung der Kita-Erzieher und der Lehrer soll verbessert werden. Die FDP setzt sich für bundesweite Bildungsstandards und einheitliche Abschlussprüfungen ein. Schulen soll mehr selbst entscheiden können. Gleichzeitig möchten die Liberalen die Finanzierung von Kitas und Schulen künftig allein über Bildungsgutscheine organisieren. Die Eltern erhalten solche Gutscheine für ihre Kinder und geben sie an die von ihnen gewählte Bildungseinrichtung weiter. Nur diese kann den Gutschein dann beim Staat einlösen. Das soll den Wettbewerb um die beste Bildung fördern. Ein vergleichbares Gutscheinsystem fordert die FDP für Hochschulen, deren Grundbedarf allerdings finanziell abgesichert sein soll. 15 Prozent aller Studierenden sollen leistungsabhängige Stipendien erhalten. Die Unis sollen nachgelagerte Studiengebühren erheben dürfen. Die Wirtschaft klagt über Fachkräftemangel. Doch 1,56 Millionen junge Erwachsene zwischen 20 und 30 Jahren gelten als «ungelernt» und sind auch nicht mehr in Fortbildungskursen. 50 000 Schüler verlassen jedes Jahr ihre Schule ohne Hauptschulabschluss. Und die Beteiligung der Erwerbstätigen an Weiterbildung geht zurück – statt wie angestrebt zu steigen. Vier Jahre nach dem Bildungsgipfel von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den 16 Regierungschefs der Länder zieht der Bildungsforscher Klaus Klemm in einer Studie für den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) eine ernüchternde Bilanz. Von der damals beschworenen «Bildungsrepublik» ist Deutschland wahrlich noch weit entfernt. Als Merkel 2008 die Bildungspolitik zur «Chefsache» machte, zierten sich die Länder-Regierungschefs gewaltig. Es hagelte derbe Kritik auch aus Merkels eigenem politischem Lager. Die Länder wollten keine Einmischung des Bundes in ihre «Kulturhoheit», die doch erst zwei Jahre zuvor mit der Föderalismusreform und der Festschreibung eines Kooperationsverbotes von Bund und Ländern in der Bildung gestärkt worden war. Als es nach langem Murren und Grollen der Ministerpräsidenten im Oktober 2008 in Dresden dann doch zu einem Bildungsgipfel mit der Kanzlerin kam, wurde eine anspruchsvolle Reformliste vereinbart.

Nein. 2008 lag die Betreuungsquote bei Unter-Drei-Jährigen bundesweit bei 17,6 Prozent. 35 Prozent sollten es werden. Vergangenes Jahr waren es aber nur 32,7 Prozent. Elternbefragungen des Deutschen Jugendinstituts zeigten 2015: Mehr als 43,2 Prozent der Eltern mit Kindern unter drei Jahren wünschen sich einen Betreuungsplatz. Mit drei Investitionsprogrammen unterstützt der Bund den Ausbau von Kita-Plätzen 2008 bis 2018 mit 3,28 Milliarden Euro. Laut dem jüngsten Gesetz zum Kita-Ausbau aus diesem Jahr gibt der Bund weitere gut 1,1 Milliarden Euro für Neu-, Aus- und Umbauten sowie Ausstattung von Kitas. 100 000 zusätzliche Kita-Plätze sollen geschaffen werden. Welche Aufgaben kommen bei der Bildung neu hinzu? Die Bildung und Ausbildung von Minderjährigen und junge Erwachsensen, die als Flüchtlinge ins Land kamen, ist für die Bildungseinrichtungen teils alles andere als einfach. Trotz tausender neuer Lehrer tun sich die Schulen zum Beispiel bis heute oft schwer, die jungen Menschen mit zunächst mangelnden Deutschkenntnissen und unterschiedlichem Bildungsstand fit für den Regelunterricht zu machen. Die Digitalisierung ist die nächste Herausforderung – dass Kitas und Schulen schon ausreichend in der Digital-Ära angekommen sind, glaubt kaum jemand. Welchen Stellenwert hat das Thema im Wahlkampf? Bildung spielt bei den Wählern laut Umfragen eine ungefähr ebenso große Rolle als wichtiges Problemfeld wie Renten und Arbeitslosigkeit. Beim TV-Duell von Merkel und SPD-Kandidat Martin Schulz spielte das Thema keine Rolle. Doch die Parteien nehmen es wichtig: Schulz verspricht eine «nationale Bildungsallianz», CDU/CSU sehen sich als «Garant für gute Bildung und Ausbildung».

Italiens Kandidat für das Amt des Premierministers Giuseppe Conte: An einer Personalie gescheitert. Deutschland habe die Vision seiner Rolle in Europa seit dem Ende des Nationalsozialismus nicht verändert, schrieb Savona vor kurzem in seiner Autobiographie. Es habe allein die Idee aufgegeben, sie militärisch umzusetzen. Gerade solche Töne qualifizierten Savona in den Augen der Fünf-Sterne-Bewegung und der Lega für den Job. Matteo Salvini, der Chef der Lega, hatte bis zum Schluss an der Personalie festgehalten und war nicht bereit gewesen, einzulenken. Auffällig ist, dass auch Luigi Di Maio von der Fünf-Sterne-Bewegung das Wort „massakrieren“ benutzt, wenn es um die Feinde von außen geht. In den letzten Wochen hatten die beiden nun gescheiterten Koalitionspartner mühsam eine Art Koalitionsvertrag ausgehandelt. Sie hatten sich auf Regierungschef und Kabinett geeinigt – und wurden nun vom Staatspräsidenten ausgebremst. Di Maio brachte noch am Abend ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Staatspräsidenten ins Gespräch. Das sieht die Verfassung zwar vor, aber nur im Fall von Hochverrat und groben Verstößen gegen die Verfassung – von denen keine Rede sein kann. Im Gegenteil. Mattarella hat seinen Job gemacht. Er hat die maroden Staatsfinanzen und den Schutz der Ersparnisse der Italiener im Blick gehabt – was die Verfassung von ihm ausdrücklich verlangt.

Einen bildungspolitischen Neustart hat die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack auf dem DGB-Bildungsgipfel am Freitag in Berlin gefordert. „Bund und Länder haben wichtige Ziele verfehlt, die sie sich 2008 auf ihrem Dresdner Bildungsgipfel gesetzt hatten. Die Bildungsrepublik Deutschland ist heute in weiter Ferne. Die Digitalisierung, steigende Schülerzahlen und die Inklusion erhöhen zusätzlich den Handlungsbedarf. Wir brauchen deshalb eine neue, gemeinsame Bildungsstrategie. Bund, Länder, Kommunen und Sozialpartner müssen zusammen an der Modernisierung unseres Bildungswesens arbeiten. Alles was diese Kooperation erschwert, sollten wir hinter uns lassen. Das Kooperationsverbot muss aus dem Grundgesetz gestrichen werden. Der Bund muss auch den Schulen helfen können“, sagte Hannack. Sie berief sich dabei auf die Bildungsgipfel-Bilanz, die der Essener Bildungsforscher Prof. Klaus Klemm im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes erstellt hat. „Zwar gibt es heute mehr Krippenplätze, höhere Weiterbildungsquoten und mehr Studienanfänger – aber das reicht nicht. Die soziale Schieflage bleibt die Achillesferse des Bildungssystems. Mehr als 47.000 junge Menschen haben keinen Schulabschluss, knapp 1,4 Millionen Jugendliche zwischen 20 und 29 Jahren keine abgeschlossene Ausbildung. Und auch beim Studium und in der Weiterbildung bleibt eine Kluft zwischen Gewinnern und Verlierern“, sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende.

Das war ein Paradigmenwechsel, der durch den Bildungsgipfel möglich wurde. Gleichzeitig haben wir die Bildungsketten auf den Weg gebracht, mit denen wir junge Menschen präventiv und individuell unterstützen wollen. Wir brauchen diese Angebote auch vor dem Hintergrund der großen Herausforderung, vor der wir aktuell stehen. Das sind die vielen Menschen, die in den vergangenen Wochen und Monaten zu uns gekommen sind und noch kommen werden. Unter ihnen sind ganz viele junge Menschen. Über 50 Prozent sind noch nicht einmal 25 Jahre alt. Viele von ihnen haben in ihren Ländern nur eine geringe Grundbildung erhalten oder sind sogar Analphabeten. Wir stehen vor einer großen humanitären Aufgabe. Sie ist aber zu bewältigen, weil wir die Instrumente haben, um damit umzugehen und zu erkennen, wie man zum Beispiel die Qualifikation von Menschen, die keine Papiere und Unterlagen mehr haben, erfasst. Diese Stärken müssen wir nutzen. Das Anerkennungsgesetz ist etwas, das es nirgendwo sonst in Europa gibt. Wir haben die Bildungsketten und die Angebote präventiver und individueller Beratung. Diese Angebote stehen auch den Flüchtlingskindern zu.

„Anne Will“ Zum Sozialstaat Mit Jens Spahn: „Wer Bezahlt Das?

Wobei es weniger ums Geld gehe als vielmehr um den „Subtext“. Das bedingungslose Vertrauen in den Einzelnen, ausgezahlt in Form von 1000 Euro im Monat, zahle sich für alle Beteiligten aus. Die Leute schliefen besser, so Bohmeyer, hätten keine Burn-outs mehr – und suchten sich meistenteils eine Beschäftigung, die ihren Fähigkeiten und Neigungen besser entspräche. Am ehesten auf seiner Seite befindet sich kurioserweise Simone Menne. Die Unternehmensberaterin fordert ebenfalls einen klaren Schnitt mit der Vergangenheit, einen beherzten Schritt in die Zukunft. Das alte System der Absicherung, so Menne, habe auf einer „alten industriellen Revolution“ beruht. Der digitale Wandel fordere eine mindestens ebenso radikale Innovation im sozialen Bereich. Vor allem will Menne mehr motivieren, weniger sanktionieren. Die alte Methode, Terminversäumnisse oder das Ablehnen einer angebotenen Stelle mit Kürzungen zu bestrafen, habe ausgedient: „Wir haben“, sagt sie vorsichtig, „auch Steuerbetrüger in höheren Einkommensschichten“. Gegen das Grundeinkommen bilden, bei allen sonstigen Unterschieden, Wagenknecht, Klingbeil und Spahn eine geschlossene Front. Spahn will sogar die Sanktionen beibehalten, gerade bei jungen Hartz-IV-Empfängern, um sie mit Druck aufs richtige Gleis zu bringen. Dies sei ein „Gebot der Fairness“ gegenüber den Menschen, die das Geld dafür erwirtschafteten. Drei Jahre nach dem ersten Bildungsgipfel zogen ver.di, GEW und DGB eine ernüchternde Bilanz. Am 19. Oktober 2011 hinterfragten die Gewerkschaften öffentlich „Wo bleibt die Bildungsrepublik?“ und stellten die DGB-Studie zur Umsetzung der Ziele des Dresdner Bildungsgipfels vor. Der Titel der Veranstaltung war gleichermaßen eine ernstgemeinte Frage an die Politik. Der nicht realisierte Bildungsgipfel 2011 war ursprünglich für den 20. Oktober geplant und sollte nicht ohne gewerkschaftliche Positionierung bleiben. Auf dem 1. Bildungsgipfel 2008 einigte sich die Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder auf diese Ziele: Die Investitionen in Bildung und Forschung sollen bis 2015 auf 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen. Die frühkindliche Bildung sollte drastisch ausgebaut werden, für 35 Prozent der unter Dreijährigen soll 2013 ein Krippenplatz bereit stehen, dazu sollen 80.000 zusätzliche Erzieher/innen ausgebildet werden. Die Quote junger Menschen ohne Schulabschluss von 8 Prozent und derjenigen ohne Berufsabschluss von 17 Prozent soll jeweils halbiert werden und die Beteiligung an Weiterbildung auf europäischen Standard angehoben werden. Mindestens 40 Prozent eines Altersjahrgangs sollen ein Studium aufnehmen und durch die Fortführung des Hochschulpaktes sollen 275.000 neue Studienplätze entstehen.

Der Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), Helmut Holter, hat dafür geworben, eine lang ausgehandelte Bund-Länder-Vereinbarung zur Digitalisierung von Schulen auf den Weg zu bringen. Sie soll regeln, wie das Geld vom Bund aus dem geplanten Digitalpakt eingesetzt wird. „Ich möchte, dass die Bund-Länder-Vereinbarung zum Digitalpakt so, wie sie jetzt gemeinsam erarbeitet wurde, auch durch die Kultusministerkonferenz bestätigt wird“, sagte der Linke-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Derzeit sei alles „noch ein bisschen offen“. Die Vereinbarung soll eigentlich am Donnerstag bei der Kultusministerkonferenz in Berlin unterzeichnet werden. Doch zuletzt hatte es Streit um den Digitalpakt und die dafür nötige Grundgesetzänderung gegeben. „Ich hoffe, dass die Länder auch zu dem Ergebnis der Bund-Länder-Vereinbarung stehen werden“, sagte Holter, der auch Bildungsminister in Thüringen ist. Beschlüsse der KMK müssen die Länder einstimmig treffen. Die vom Bundestag beschlossene Verfassungsänderung sieht unter anderem vor, dass der Bund die Länder in wichtigen Bildungsfragen finanziell unterstützen kann. Für Vorhaben ab 2020 müssten die Länder aber die Hälfte der Kosten selbst stemmen.

Die Regierungsbildung im Irak gestaltet sich auch einen Monat nach der Wahl schwierig. Nun gaben der irakische Ministerpräsident al-Abadi und der schiitische Geistliche al-Sadr die Bildung einer Koalition bekannt. Gut einen Monat nach der Parlamentswahl im Irak kommt Bewegung in die Regierungsbildung. Der einflussreiche schiitische Prediger Moktada al-Sadr und der bisherige Regierungschef Haider al-Abadi kündigten nach wochenlangen Verhandlungen eine Allianz an. Sadr und Abadi hatten bei den Wahlen im Mai Platz eins und drei belegt. Erst vor kurzem hatten Sadr und der Anführer der wichtigsten Schiiten-Miliz im Land, Hadi al-Amiri, eine Kooperation bekanntgegeben. Dieses Bündnis sei nicht durch die neue Verbindung gefährdet, sagte Abadi. Amiri und sein vom Iran unterstütztes Fatah-Bündnis war bei den Wahlen auf Platz zwei gekommen. Sadr sagte, die Allianz sei offen für andere Wahlsieger. Die drei schiitischen Blöcke erreichen noch nicht die für eine Regierungsbildung notwendigen 165 Sitze. Abadi ist Wunschkandidat des Westens. Beobachter erwarten eine schwierige Regierungsbildung. Sadr selbst könnte einer neuen Regierung nicht vorstehen, weil er persönlich nicht bei der Wahl antrat. Er könnte allerdings maßgeblich Einfluss auf die Besetzung des Spitzenpostens nehmen. Der neue Ministerpräsident wird sich darum bemühen müssen, die Volksgruppen der Sunniten, Schiiten und Kurden an der Macht zu beteiligen, um die Einheit des Landes zu wahren. Die Mehrheit der Iraker bekennen sich zum schiitischen Islam. Sitze gewonnen. Die Wahl galt als richtungsweisend, weil es die erste Abstimmung nach dem militärischen Sieg über die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) war. Erst Mitte vergangener Woche hatte das oberste Gericht des Landes entschieden, dass nach Unregelmäßigkeiten bei der Wahl sämtliche Stimmen neu ausgezählt werden müssen. Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 24. Juni 2018 um 03:00 Uhr.

Sie hat ein dreijähriges Modellprojekt in Düren wissenschaftlich begleitet. Vor allem aber würden dort auf Wunsch auch die Familien am Prozess beteiligt. Was aber soll mit den Frauen geschehen, die sagen „Die Gewalt muss gehen, aber der Mann soll bleiben“? Müller. „Die gibt es tatsächlich und manchmal sind es sogar die Väter der Frauen.“ Bei arrangierten Verbindungen oder Zwangsheiraten komme es durchaus vor, dass die Eltern ihren Fehler eingestünden. Am Sonntag, 25. November, ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Der SPIEGEL widmet sich diesem Thema mit einer Schwerpunktwoche, die Betroffenen eine Stimme geben soll: Frauen, die von ihren Ehemännern oder Partnern geschlagen, missbraucht oder manipuliert wurden. Es sollen aber auch Wege aufgezeigt werden, wie Opfer der Gewalt entkommen konnten – und welche Möglichkeiten es gibt, mit der Situation umzugehen. Mehr über das Hilfetelefon erfahren Sie hier. Müller. Auch die Täter bräuchten Unterstützung und Beratung, bei Suchterkrankungen, Arbeits- oder Perspektivlosigkeit. Einen Monat vor den Präsidentschaftswahlen in den USA treten die beiden Vizepräsidentschaftskandidaten, die Gouverneurin von Alaska Sarah Palin für die Republikaner und Senator Joseph Biden für die Demokraten, zu einem TV-Duell an. Trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten lässt die Europäische Zentralbank den Leitzins im Euro-Raum unverändert bei 4,25 %. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet begründet die Entscheidung vor allem mit der anhaltenden Inflation. Zwei Tage nach dem Senat billigt das US-Repräsentantenhaus im zweiten Anlauf das Rettungspaket für die Finanzbranche. 263 Abgeordnete stimmen für und 171 gegen das Vorhaben der Regierung. Bundespräsident Horst Köhler würdigt auf der zentralen Feierstunde zum Tag der Deutschen Einheit in Hamburg das Zusammenwachsen zwischen Ost und West. Es sei viel erreicht worden, auch wenn beim Aufbau im Osten manches länger gedauert habe als vermutet. Unter dem Motto »Kulturnation Deutschland« begeht die Bundesrepublik mit einer dreitägigen Feier in Hamburg den 18. Jahrestag der Wiedervereinigung. Die Deutsche Telekom muss einräumen, dass im Jahr 2006 persönliche Daten von rd. 17 Mio.

Der Bildungsgipfel war keiner. Dem Bund ging es darum, sich die Zustimmung für Steuergeschenke zu erkaufen – die Länder wollen das nun zugewiesene Geld ungehindert ausgeben. Es ist eineinhalb Jahre her, da brach die Kanzlerin zu einer Bildungsreise auf. Es war ihr ein ernstes Anliegen. Immerhin hatte Angela Merkel erstmals so etwas wie politisches Pathos durchblicken lassen: Bildung sei die Wohlstandsfrage des 21. Jahrhunderts, von der „Bildungsrepublik Deutschland“ war die Rede. Merkel bekam Beifall von Eltern und Bildungsforschern – und eine Ohrfeige: Die Ministerpräsidenten ließen sie beim Bildungsgipfel 2008 rüde auflaufen. Beim Bildungsgipfel 2009 war das nun wieder so. Nur schlimmer. Merkels Pathos ist dem Frust gewichen. Sie soll, als die Länder blockierten, „so ein Scheiß“ ausgerufen haben. Die Provinzfürsten verlangen immer mehr Geld für Bildung, nur um es dann für ebenjeden „Scheiß“ auszugeben, nur nicht für Schulen oder Hochschulen. Dieser Bildungsgipfel war keiner. Denn es ging dem Bund darum, sich die Zustimmung für Steuergeschenke zu erkaufen; und den Ländern, die „Bildungs“-Milliarden freihändig verteilen zu können. Dabei wäre ein Gipfel so dringend nötig! Das Land leidet unter bitterer Bildungsarmut, vor allem in den Sonder- und Hauptschulen, die Hunderttausende Jugendliche in die Chancenlosigkeit entlassen; es leidet an einer pädagogischen Armut, wird doch in vierten Klassen, in Turbogymnasien und im Bachelor weitgehend hirnfrei gepaukt. Dass der Gipfel so verlogen endet, wird schlimmere Folgen haben, als sich die Provinzpolitiker vorstellen. Denn fast alle sind ja irgendwie von heruntergekommenen Schulen, bildungsarmen Kitas oder dem Stopf-Studium betroffen. Und alle diese haben ein feines Gespür dafür, was es bedeutet, wenn jemand statt Studienplätzen Hotelübernachtungen subventioniert.

Kritik Des Börsenvereins Zur Geplanten Urheberrechtsreform In Bildung Und Wissenschaft

Laut Presse-Information des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels wird die Bundesregierung in nächster Zeit einen Gesetzentwurf für eine Reform des Urheberrechts auf den Weg bringen. Das Justiz- und Verbraucherschutzministerium hat bereits einen ersten Referentenentwurf für eine Novelle des geplanten „Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetzes“ (PDF) vorgelegt. Mit dieser geplanten Reform will die Bundesregierung das Urheberrecht unserer Wissensgesellschaft angleichen. Neu geschaffen werden sollen die Paragrafen 60a-60h, vereint unter dem Titel „gesetzlich erlaubte Nutzungen für Unterricht, Wissenschaft und Institutionen“ (Unterabschnitt 4 des Entwurfs). Dieser Unterabschnitt ist zugleich der Kern der Reform. Gemäß der Entwurfsfassung beabsichtigt die Bundesregierung, Werke zur Nutzung in Bildung und Wissenschaft weitgehend aus dem Urheberrecht auszunehmen. Weiterhin sollen zudem individuelle, marktgerechte Lizenzangebote der Verlage bei der Beschaffung von Fach- und Wissenschaftsliteratur durch Bildungseinrichtungen und Hochschulen bedeutungslos werden. Eine Urhebervergütung wird künftig ausschließlich pauschal und nicht werkbezogen erfolgen, wodurch Autoren und Verlage keine angemessene Vergütung für ihre Leistungen mehr erhielten. Folglich würde die wirtschaftliche Grundlage gerade von kleinen Verlagen wegbrechen. Für Wissenschaftler bedeutete dies, keine professionellen Partner mehr zu finden für Publikationen. Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, brachte seine Kritik deutlich zum Ausdruck mit den Worten: “Sollte der Gesetzentwurf in dieser Form veröffentlicht werden, ist er kurzsichtig und realitätsfern. Denn Bildung zum Nulltarif kann sich unsere Gesellschaft nicht leisten. Bildung ist Deutschlands wichtigste Ressource. Hochwertige und vielfältige Bildungs- und Wissenschaftsmedien sind die Initialzündung für Wachstum, Wohlstand und Demokratie. Deshalb müssen wir sie stärken statt schwächen. Autoren und Verlage benötigen die wirtschaftlichen Möglichkeiten und Anreize, ihr Wissen und ihre Erkenntnisse für Studierende und Wissenschaftler veröffentlichen zu können. Diese werden ihnen genommen, wenn ihre Lehrbücher und Publikationen künftig weitgehend kostenfrei vervielfältigt und weitergegeben werden dürfen. Die Politik schadet damit nicht nur Wissenschaftlern und Verlagen. Sie gefährdet die Qualität und Vielfalt von Bildung und damit die Basis unserer Wissensgesellschaft“.

Als besonders spektakulär galt das beim Bildungsgipfel 2008 ausgerufene Ziel, bis 2015 die Ausgaben von Staat und Wirtschaft für Bildung und Forschung auf 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu steigern. Mit 9,5 Prozent im Jahr 2010 sei man diesem Ziel bereits sehr nahe gekommen, heißt es in der Klemm-Studie. Doch nicht wenige Bildungsexperten sehen die Aussagekraft der 10-Prozent-Marke heute äußerst kritisch. So hatten die Finanzminister bereits damals zu bedenken gegeben, dass sich das 10-Prozent-Ziel bei einem sinkenden BIP (wie etwa 2009) auch ohne jede Mehrinvestition in Bildung und Forschung erreichen lasse. Zudem wurden nach 2008 auf Druck der Finanzminister von Bund und Ländern die Kriterien für den jährlich zu erstellenden Bildungsfinanzbericht erheblich verändert, so dass Vergleiche mit den Jahren zuvor kaum möglich sind. Von einer Neuauflage des Bildungsgipfels wollen heute weder Merkel noch die Länder etwas wissen. Pflichtschuldig präsentierten die Ministerpräsidenten auch in diesem Jahr kurz vor Weihnachten der Kanzlerin den üblichen regierungsamtlich abgestimmten Zwischenbericht über die Umsetzung der 2008 in Dresden verabredeten „Qualifizierungs-Offensive“. Danach ist die deutsche Bildungswelt nahezu tadellos in Ordnung. Vom Verständnis grundlegender wirtschaftlicher Zusammenhänge bis zur Einordnung von Finanzprodukten – ökonomische Bildung hat viele Facetten und ist gefragter denn je. Im deutschen Bildungs-Wirrwarr hat sie dennoch einen schweren Stand. In einer Zeit rasender Entwicklungen, technischer Umwälzungen, krisenhafter Finanzblasen und der Globalisierung der Weltwirtschaft scheint es kaum einen wichtigeren Bildungsbereich zu geben, der den Menschen beim Gestalten ihres Lebens nützlicher sein könnte. Dennoch darbt die ökonomische Bildung im Schatten klassischer Bildungsinhalte weiter dahin (sehen Sie auch unseren Überblick Finanzwissen: Mangelhaft). Auch eine einheitliche Definition dessen, was ökonomische Bildung eigentlich ist, welche Kenntnisse hier erworben werden können und welchen Nutzen sie bieten, ist nicht in Sicht. Ein gemeinsamer Nenner in den verschiedenen Begriffsbestimmungen ist immerhin, die ökonomische Bildung als Teil der Allgemeinbildung zu verstehen. Dimensionen wirtschaftlichen Handelns unserer Gesellschaft, wie etwa die betriebliche, volkswirtschaftliche der weltwirtschaftliche Ebene, aber auch die ökonomischen Elemente privater Lebenssituationen. So formuliert das „Institut für ökonomische Bildung“ in Oldenburg.

Ziele der Gipfel hat. Bildung sei, so die Kanzlerin, ein Schlüsselthema für unsere Gesellschaft. Bildung von Kindern ab ihrer Geburt. Bundesländern führt zu massiven Belastungen für arme Familien. Kopierpauschalen und Arbeitshefte, die nicht wieder verwendet werden können. Kinderstudie, bereits im Grundschulalter nach unten durchgereicht. Schule benötigte Material umfasst. Dies gilt besonders für Studiengebühren, die die Bildungschancen von ökonomisch unterprivilegierten Jugendlichen massiv einschränken. Zu den ohnehin geringeren Chancen, in einem selektiven Schulsystem erfolgreich zu sein, kommen damit subtile Barrieren der Selbstselektion für junge Menschen. Die Abschaffung der Studiengebühren und eine staatlich finanzierte Kindergrundsicherung für Jugendliche bis zum berufsqualifizierenden Abschluss sind Mittel, um dieser Misere entgegen zu wirken. Zeitgleich mit der Einführung von Studiengebühren hat die Bundesregierung den Bezug des Kindergelds um zwei Jahre gesenkt. Damit spart sie jährlich nahezu 1 Milliarde Euro. Die aktuelle Studie des BMBF bestätigt die Befürchtungen, dass vor allem junge Frauen und Kinder aus so genannten „bildungsfernen“ Schichten wegen der Studiengebühren kein Studium aufnehmen. Zurzeit ist eine Petition beim Deutschen Bundestag anhängig, die der VAMV mit einer Unterschriftensammlung unterstützt. Innerhalb von einem Monat sind über 3000 Unterschriften eingegangen, die jetzt an den Petitionsausschuss weitergeleitet werden.

Was nichts anderes heißt, als dass Kinder aus armutsgefährdeten Familien nicht die gleichen Chancen haben wie wohlhabendere Kinder. Die Leistungsunterschiede seien sehr groß, schreiben die Autoren: „Sie entsprechen umgerechnet etwa einem Lernjahr.“ Eine Herausforderung, die sich durch den Flüchtlingszuzug noch verschärfen dürfte. Lesende Grundschüler: Bereits hier haben Kinder aus sozial besser gestellten Familien deutlich bessere Chancen. Was tun gegen die Ungerechtigkeit? Für die SPD müsste das ein Schlag ins Gesicht sein. Schließlich hat sie bei der Bundestagswahl mit dem Thema „Gerechtigkeit“ Wahlkampf gemacht. Und immerhin stellt sie sieben von 16 Ministerpräsidenten. Schulpolitik ist Ländersache. „Die Finanzkraft der Länder und Kommunen ist unterschiedlich“, verteidigt der SPD-Bildungspolitiker Hubertus Heil seine Kollegen. Diesen Vorschlag hatte der gescheiterte Kanzlerkandidat Martin Schulz schon im Sommer gemacht. Im Schulterschluss mit den SPD-Ministerpräsidenten versprach er eine Stärkung der schulischen Sozial- und Jugendarbeit, stellte mehr Vergleichbarkeit von Bildungsinhalten und Schulabschlüssen in Aussicht und mehr Geld für Sanierungen. Maroder Schulflur: In der Bildungspolitik besteht hoher Investitionsbedarf. Kooperationsverbot – die Ursache allen Übels? Doch kaum einer der im SPD-Papier aufgelisteten Punkte ist umsetzbar ohne eine engere Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen. Und genau das ist der Knackpunkt.