Bildung, Verkehr, Wohnungsbau: Bundestag Für Grundgesetzänderung

Änderungen am Grundgesetz sind äußerst selten. Doch heute stimmte der Bundestag für die Änderung von gleich vier Artikeln. So soll es dem Bund unter anderem ermöglicht werden, mehr Geld in Schulen zu stecken. Der Bundestag hat mehrere Grundgesetzänderungen beschlossen. Damit soll es dem Bund künftig möglich sein, in Bildung zu investieren. Dafür wird das sogenannte Kooperationsverbot gelockert. Für die Änderung der Artikel 104c, 104d, 125c und 143e stimmten 580 Abgeordnete. Gegen den Vorschlag stimmten 87 Parlamentarier, drei Abgeordnete enthielten sich. Für die Annahme erforderlich war eine Zweidrittelmehrheit von mindestens 473 Stimmen. Internet an allen Schulen – das will die Bundesregierung und den Ländern dafür finanziell unter die Arme greifen. Doch nicht alle sind über die Großzügigkeit des Bundes glücklich. Die Grundgesetzänderung ist Voraussetzung für den „Digitalpakt Schule“, der ein Volumen von insgesamt fünf Milliarden Euro hat. Investiert werden soll in schnelles Internet, Tablets, aber auch Schulungen des Personals. Auch auf die Bereiche Nahverkehr und Wohnungsbau soll sich die veränderte Gesetzteslage auswirken. Im Bundestag hatte sich lediglich die AfD gegen die Grundgesetzänderung gewandt. Nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Ehud Olmert am 21. September muss Livni innerhalb von sechs Wochen Zeit eine parlamentarische Mehrheit finden, sonst müssen Neuwahlen angesetzt werden. Mehrere Bundesländer lehnen die Absicht der Bundesregierung ab, die Länder mit 35 % finanziell am Rettungspaket für die Bankenbranche zu beteiligen. Mit einem Hilfspaket in Höhe von bis zu 500 Mrd. € will die Bundesregierung den deutschen Finanzsektor stabilisieren. Das Kabinett billigt das bis Ende 2009 befristete größte Rettungspaket der Nachkriegsgeschichte. Die Hilfen sind an strikte Gegenleistungen geknüpft. In Frankfurt wird die 60. Internationale Buchmesse eröffnet. Im Mittelpunkt des Interesses stehen die neuen elektronischen Lesegeräte (E-Books). Zum Auftakt der weltgrößten Bücherschau mit rd. 7400 Ausstellern aus über 100 Ländern wirbt Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) für eine engere Einbindung der Türkei in die Europäische Union. Die Partei Die Linke nominiert den Schauspieler Peter Sodann als Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten auf. Der 72-Jährige tritt am 23. Mai 2009 gegen Amtsinhaber Horst Köhler und die SPD-Kandidatin Gesine Schwan an.

Schon das milliardenschwere Förderprogramm des Bundes zur Digitalisierung der Schulen sei ein unzulässiger Beeinflussungsversuch durch den Bund, sagte Kretschmann der „Badischen Zeitung“. Er wünsche sich mehr Selbstbewusstsein. Man ist schnell mitten drin im Streit um Kompetenzen. Vielen Eltern sind die Zuständigkeiten herzlich egal. Sie wünschen sich, dass der Flickenteppich „Bildungsrepublik“ ein bisschen übersichtlicher wird, berichtet Stephan Wassmuth vom Bundeselternrat. Er wünsche sich eine einheitliche Lösung. Auch die Bildungsgewerkschaft GEW plädiert für eine nationale Strategie. Der Föderalismus im Bildungsbereich werde sicherlich nicht aufgehoben, sagt die Vorsitzende Marlis Tepe. Zentral sei aber, dass kein Kind benachteiligt werde wegen der Herkunft der Eltern oder des Wohnortes. Egal, welche Koalition in Deutschland künftig regiert: Sie muss versuchen, mit einer Bildungsreform diese drängenden Probleme zu lösen. Die Aufhebung des Kooperationsverbots alleine dürfte dafür aber längst nicht reichen. Nötig ist der gesellschaftliche Wille, mehr für Bildung zu tun. Dieses und andere Themen sehen Sie im „Bericht aus Berlin“ – am Sonntag um 18:30 Uhr im Ersten. Über dieses Thema berichtete der Bericht aus Berlin am 17. Dezember 2017 um 18:30 Uhr.

Zwei Tage vor der gesetzten Frist hat Russland den Rückzug seiner Truppen aus dem georgischen Kernland abgeschlossen und sich aus den sog. Pufferzonen um die abtrünnigen Provinzen Abchasien und Südossetien zurückgezogen. Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds droht den USA und Europa im Sog der Finanzkrise 2009 eine rasante konjunkturelle Talfahrt. Nach Ansicht des IWF wird die deutsche Wirtschaft nach einem Plus von 1,8 % in diesem Jahr im kommenden Jahr 2009 nicht wachsen. Erstmals seit 2001 senken die wichtigsten Notenbanken gemeinsam die Leitzinsen. Die Europäische Zentralbank, die US-Notenbank sowie die Zentralbanken von Großbritannien, China, Schweden, Schweiz und Kanada führen die Zinsen um 0,5 Prozentpunkte zurück. Die taumelnden Aktienmärkte zeigen sich davon unbeeindruckt. Beim Absturz einer zweimotorigen Passagiermaschine kommen im Himalaja 18 Menschen ums Leben, darunter zwölf deutsche Urlauber. Die Maschine der Yeti Airlines, die in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu gestartet war, stürzt beim Landeanflug auf den in 3000 m Höhe gelegenen Flughafen Lukla ab und brennt aus. Auch die können durch Pflegewissenschaftler entworfen werden, um anschließend im Rahmen der Pflegeforschung erprobt zu werden. Die Pflegewissenschaft geht dabei interdisziplinär vor: Es geht nicht nur um die Pflege an sich (im medizinischen Sinne), sondern es müssen auch weltanschauliche Fragen erörtert werden. Welche Möglichkeiten bieten Religionen (oder religiöse Verbände)? Welches Menschenbild bei der Pflege lässt sich aus theologischen und philosophischen Anschauungen ableiten? Welche Effekte kann die Pflege auf die Psyche haben? Wie steht um es die freie Entfaltung, um Bewegung, um das Bedürfnis nach kreativer Arbeit? Wie individuell muss Pflege sein, damit sie menschenwürdig ist? Was bedeutet das für die Umsetzbarkeit im gegenwärtigen Pflegesystem? Doch auch fernab von geisteswissenschaftlichen Ansätzen kann die Pflegeforschung auch ganz praktisch arbeiten. So werden auch Geräte für die Pflege, Rechnungsmodelle und Lehrgänge entworfen. Alle Erkenntnisse können beispielsweise dazu dienen, dass Pflegekräfte mehr Informationen an die Hand bekommen. Gerade statistische Erfassungen mit direktem Bezug zur Pflegeleistung können die Arbeit erleichtern.

Bei einem Selbstmordanschlag in der Nähe der nordafghanischen Stadt Kundus werden zwei Bundeswehrsoldaten und fünf Kinder getötet. Auf ihrer Internetseite bekennen sich die radikal-islamischen Taliban zu der Tat. Nach einer in Paris veröffentlichten Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) klafft in Deutschland die Schere zwischen Armut und Reichtum immer weiter auseinander. Die Ungleichheit hat danach in Deutschland seit 2000 stärker zugenommen als in jedem anderen der 30 OECD-Staaten. Auf Initiative Frankreichs und Deutschlands will die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sog. Steuerparadiese auszutrocknen. Bis Mitte 2009 will die OECD eine neue »Schwarze Liste« von Steueroasen erstellen. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) nennt in diesem Zusammenhang auch die Schweiz. Als erste deutsche Großbank beansprucht die Bayerische Landesbank das Rettungspaket der Bundesregierung für die Finanzbranche. Nach Angaben von Landesfinanzminister Erwin Huber (CSU) will die BayernLB eine Kapitalspritze von 5,4 Mrd. € beantragen. 1 Mrd. € soll Deutschlands zweitgrößter Landesbank über eine Kapitalerhöhung zufließen, die das Land Bayern und die bayerischen Sparkassen aufbringen. Der französische Staatspräsident und amtierende EU-Ratsvorsitzende Nicolas Sarkozy schlägt vor, zur Stützung der europäischen Wirtschaft wichtige Industriezweige vorübergehend teilweise zu verstaatlichen.

Vor Allem Arbeitslose

Statt der anvisierten 8,5 Prozent bleiben noch immer 13,8 Prozent der Jugendlichen ohne Berufsabschluss. Jugendliche ohne Schulabschluss: statt der angestrebten 4,0 Prozent haben immer noch 5,9 der Jugendlichen keinen Schulabschluss. Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren: Statt der anvisierten 35 Prozent steht nur für 32,9 Prozent dieser Kinder ein Krippenplatz zur Verfügung. In den westlichen Bundesländern liegt diese Quote bei nur 28,2 Prozent. Investitionen: Deutschland investiert weniger als versprochen in sein Bildungswesen. Der Anteil der Ausgaben für Bildung und Forschung an der Wirtschaftskraft des Landes (BIP) liegt mit 9,1 Prozent deutlich unterhalb der angestrebten 10 Prozent-Marke. Es fehlen pro Jahr 27,2 Milliarden Euro, um diese Zielmarke zu erreichen. Lediglich bei der Weiterbildungsbeteiligung und den Studienanfängern wurden die Ziele erreicht. Aber: Vor allem Arbeitslose, Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung und Menschen mit Migrationshintergrund bleiben bei der Weiterbildung unterrepräsentiert. An den Hochschulen kommen 52 Prozent der Studierenden aus Familien, in denen mindestens ein Elternteil einen Hochschulabschluss hat, aber nur 25 Prozent aus Familien, in denen mindestens ein Elternteil eine Ausbildung abgeschlossen hat. Studie Klaus Klemm: Bildungsgipfel-Bilanz. Neben Lehrern bräuchten die Schulen auch Sozialpädagogen, Dolmetscher und Therapeuten, so Kraus weiter. Derzeit werde viel durch ehrenamtliches Engagement aufgefangen: „Jede Schule improvisiert vor sich hin.“ Wenn es neue Brückenklassen gebe, dann dürften nicht die Lehrkräfte aus normalen Klassen abgezogen werden. Kraus sieht viele Schulen derzeit überfordert, auch wenn diese es nicht zugeben wollten. Sabine Frey, Lehrerin in Baden-Württemberg, weiß von Kollegen an anderen Schulen, die Probleme mit der aktuellen Situation haben. An Freys Schule, einer Werkrealschule, die zum Hauptschulabschluss oder zur Mittleren Reife führe, sei die Situation gut. Dort kommen die Schüler jeweils in normale Klassen, werden aber in der Woche insgesamt bis zu sieben Stunden extra von ihr in Deutsch unterrichtet. Frey. Seit mehr als einem Jahr macht sie nun den Job. Ihre Erfahrung: Nach etwa einem halben Jahr können die Schüler sich verständigen. Der Vorteil: Sie sind in sehr kleinen Gruppen, Fehler kann die Lehrerin sofort korrigieren. Die Schülerin Selam in einer Schulklasse in Aachen, in der Flüchtlingskinder ohne Deutschkenntnisse auf den Regelunterricht vorbereitet werden. Doch viele ihrer Kollegen fühlen sich laut Umfragen schlecht vorbereitet auf die wachsende Zahl von Flüchtlingskindern. Die Skepsis, „das zu schaffen“, ist groß.

Mit dem zweiten nationalen Bildungsbericht liegt eine umfassende empirische Bestandsaufnahme des deutschen Bildungswesens vor. Analysiert wurde das gesamte institutionelle Gefüge des Bildungswesens von der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung über das allgemein bildende Schulwesen, die berufliche Ausbildung und die Hochschulbildung bis hin zur Weiterbildung im Erwachsenenalter. Die Ergebnisse des Bildungsberichts unterstreichen erneut, wie notwendig es ist, Bildungschancen für alle unabhängig von der sozialen Herkunft zu schaffen und jedem die Möglichkeit zum Aufstieg durch Bildung zu geben. Die Ergebnisse des Berichtes werden am 23. Juni 2008 im Rahmen einer Fachtagung erläutert. Das nachfolgende Dossier, das nach der Tagung aktualisiert wird, enthält die Dokumente zum Bildungsbericht, Stellungnahmen und Pressemitteilungen, Interviews und Veröffentlichungen in der Presse sowie Fernseh- und Rundfunkbeiträge. Bildung in Deutschland 2008. Pressemitteilung. Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband e.V. Grüne und Linke fordern Auflösung der Hauptschulen. Das deutsche Bildungssystem macht nicht mehr mobil! Interview mit Bundesministerin Annette Schavan. Interview mit Bildungspolitikerin Renate Schmidt (SPD). Interview mit Ex-Ministerin Edelgard Bulmahn. Interview mit Professor Achim von Keudell, Ruhr-Universität Bochum. Interview mit Helmut Deckert, Landesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung Hessen. Interview mit Norbert Röttgen. Interview mit Ludwig Eckinger. Interview mit GEW-Vizechefin Marianne Demmer. Interview mit dem Soziologen Müller-Benedict. Interview mit Heike Solga vom Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin. 80 Milliarden Euro für die Bildung? Bildungs-Soli statt Aufbau Ost? Ihr Kommentar zu diesem Beitrag. Dieser Beitrag wurde bisher nicht kommentiert. Weitere Beiträge im Archiv. Innovation arbeitet journalistisch frei und unabhängig.

Zur Auszahlung von Vergütungen ist es notwendig, dass Du zusätzlich Deine Bankverbindung oder Deine PayPal-Daten angibst und Angaben zu Deinem Steuerstatus machst. Alle weiteren Informationen, die Du uns bei der Nutzung des Kontos gegebenenfalls bereitstellst, sind freiwillig. Bei der Festlegung des Benutzernamens besteht kein Klarnamenszwang. Die Angaben kannst Du im Konto verwalten und ändern. Du kannst sie – oder das Nutzerkonto insgesamt – auch deaktivieren bzw. löschen. Wenn davon für die Erfüllung des Vertrages notwendige Daten betroffen sind, werden diese gemäß handels- und steuerrechtlicher Vorgaben gegebenenfalls länger bei uns aufbewahrt (Regelfrist zehn Jahre). Wir verarbeiten die Daten zur Durchführung des mit Dir bestehenden Vertragsverhältnisses, Rechtsgrundlagen sind Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b und f DS-GVO. Die von Dir angegebene E-Mail-Adresse verarbeiten wir im Rahmen des Vertragsverhältnisses auch, um Dir in unregelmäßigen Abständen per E-Mail Informationen und Tipps zum Marktplatz und Deinen Shops zuzusenden („Partner-Newsletter“). Wir nutzen Deinen Namen, um die E-Mails personalisieren zu können.

Gutachten für die Hans Böckler Stiftung insgesamt einen Ausgabenbedarf von zusätzlichen 40 Milliarden Euro. Auf eine Anfrage im Deutschen Bundestag hatte die Regierung im Januar 2009 angegeben, sie beziehe sich auf die nationalen Zahlen, mithin 6,3 Prozent in 2005. Notwendig wäre also eine Erhöhung von rund 16 Milliarden Euro. Damit war die erste Korrektur des ambitionierten Ziels vollzogen. Nun hatten die Länder und der Bund bis zum nächsten „Bildungsgipfel“ im Herbst 2009 Zeit, sich auf eine Ausgestaltung der Ziele des ersten „Bildungsgipfels“ zu einigen. Besondere Kreativität bei der Behebung der Finanzmisere im Rahmen der „Qualifizierungsinitiative“ zeigten die Landesfinanzministerinnen und -minister. In einer Projektion der Zentralen Datenstelle der Landesfinanzminister (ZDL) vom Sommer 2009 vermeldeten sie in den internen Verhandlungen zwischen Bund und Ländern, die zehn Prozent seien eigentlich bereits erreicht. Im Beratungsergebnis der Finanzministerkonferenz vom September 2009 wird deutlich, wie diese erstaunliche Ausgabenvermehrung funktionierte: Die Landesfinanzministerinnen und -minister rechnen mit Geld, das nicht zusätzlich ausgegeben werden muss. Es geht um die Konstruktion bestehender „Ausgaben“, die dem Bildungsbereich neu zugeordnet werden könnten.

Kulturelle Bildung ermöglicht Kindern und Jugendlichen, künstlerische und ästhetische Erfahrungen zu machen, eigene Begabungen, Interessen und Ausdrucksformen zu entdecken und ihre Wahrnehmungs- und Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern. Dies gelingt nur durch die Schaffung und nachhaltige Förderung vielfältiger künstlerischer und kultureller Angebote und Strukturen, die die Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure dauerhaft sichert. Die Kooperation der verantwortlichen Institutionen und Organisationen bildet dabei die Grundlage für ein kohärentes Gesamtkonzept für kulturelle Bildung im kommunalen Raum. Die Landesregierung unterstützt den Aufbau von Strukturen auf kommunaler Ebene und fördert Städte, Gemeinden und kommunale Verbünde, die planvoll an der Qualität ihrer kulturellen Bildungslandschaft arbeiten durch die Auszeichnung und die Konzeptförderung Kommunale Gesamtkonzepte für Kulturelle Bildung. Ziel ist, allen Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten zu eröffnen, Kunst und Kultur zu begegnen und Interesse an der Vielfalt des kulturellen Lebens zu entwickeln. Die kommunalen Gesamtkonzepte sollen ein abgestimmtes und gemeinsames Vorgehen von Politik und Verwaltung in Kultur und Bildung nachvollziehbar darstellen. Mit dem Modell der praxisintegrierten Ausbildung (PIA) zählt Baden-Württemberg in der frühkindlichen Bildung zu den Vorreitern in Deutschland. „Dieses Ausbildungsmodell ist der Schlüssel dafür, den steigenden Personalbedarf in den Kitas erfüllen zu können. Doch nicht alle Bewerberinnen und Bewerber können eine Erzieherausbildung beginnen, da nicht genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen. Wir wollen deshalb gezielt Anreize für die Einrichtungsträger schaffen, um zusätzliche Ausbildungsplätze zu gewinnen“, sagt Susanne Eisenmann. „Inklusion fängt nicht erst in der Schule an. Der Inklusionsgedanke ist ein Grundprinzip in den Kitas. Um die Einrichtungen stärker bei der Inklusion zu unterstützen, wollen wir mobile Fachdienste und Qualitätsbegleiter einsetzen“, so Eisenmann. Diese sollen die Einrichtungen hinsichtlich ihrer inklusiven Konzeption und bei sonstigen Fragen beraten und unterstützen, aber auch das Personal weiterqualifizieren. Die konzeptionellen Überlegungen sehen vor, dieses Unterstützungssystem in allen Stadt- und Landkreisen einzurichten. Der Einstieg soll über eine Modellphase mit anschließender Evaluation erfolgen. Es gehe hier nicht darum, Doppelstrukturen aufzubauen, sondern darum, eine sinnvolle Ergänzung zu erproben, so Eisenmann.

Beim Geld Hört Die Bildungsrepublik Auf

Arbeitslose, Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung und Migranten nähmen deutlich seltener an einer Weiterbildung teil und seien „abgehängt“. Beim vorletzten Ziel des Bildungsgipfels ist die Bilanz (einerseits) sehr einfach: übererfüllt. Bund und Länder wollten 40 Prozent eines Jahrgangs an den Hochschulen sehen, 2015 nahmen 58 Prozent ein Studium auf. Andererseits, warnt Klemm, bleibe die soziale Schieflage und verweist auf die Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks, derzufolge Akademikerkinder weitaus häufiger studieren als der Durchschnitt der Bevölkerung. Zuletzt der Blick auf die Finanzen. Bund und Länder wollten bis 2015 die öffentlichen und die privaten Ausgaben für Bildung und Forschung auf 10 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen sehen, davon sieben Prozent für Bildung, drei Prozent für Forschung. Letzteres wurde 2015 laut Bundesforschungsministerium tatsächlich erreicht, doch Klemm befindet mit Verweis auf die Daten des Statistischen Bundesamtes: Ziel doppelt verfehlt. Eine interessante Diskrepanz, wobei Klemm wie gesagt die amtliche Statistik hinter sich weiß. Demnach flossen 2015 6,4 Prozent der Wirtschaftsleistung in Bildung, 2,7 Prozent in die Forschung, womit die Ausgaben insgesamt von 8,5 auf 9,1 Prozent Anteil am Bruttoinlandsprodukt stiegen – immerhin, aber eben deutlich unterhalb der Dresdner Ankündigung.

Die EU-Kommission hat die Bildung des zweitgrößten europäischen Autokonzerns genehmigt. Es gebe keine wettbewerbsrechtlichen Einwände gegen die Übernahme von Opel durch Peugeot. Dem Verkauf durch General Motors steht damit nichts mehr im Wege. Die EU-Kommission hat die Übernahme von Opel durch Peugeot genehmigt. Nach eingehender Prüfung habe man keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken, teilte die Brüsseler Behörde mit. Untersucht wurden demnach mögliche Auswirkungen sowohl auf den Automarkt in Deutschland und Frankreich als auch in ganz Europa. Der französische Peugeot-Mutterkonzern PSA hatte im März seine Absicht bekundet, den deutschen Hersteller vom US-Konkurrenten General Motors zu übernehmen. Das Milliardengeschäft könnte im günstigsten Fall bereits Ende dieses Monats abgeschlossen sein, wie Opel Anfang Juni bestätigt hatte. Damit entstünde der zweitgrößte Autokonzern Europas nach Volkswagen. Trotzdem halten die Brüsseler Wettbewerbskontrolleure die Marktmacht offenbar für überschaubar. Nur in Estland und Portugal erreichten beide Hersteller zusammen auf dem Markt für Nutzfahrzeuge einen Anteil von mehr als 40 Prozent. In den übrigen Märkten blieben die Anteile gering. Außerdem gebe es weiter starke Konkurrenz anderer Autobauer wie Renault, Volkswagen, Daimler, Ford, Fiat Chrysler und asiatische Hersteller. Auch beim Groß- und Einzelhandel mit den Fahrzeugen werde es keine negativen Folgen geben, erklärte die Kommission. Denn PSA und Opel nutzten unterschiedliche Vertriebskanäle.

Die Syrer Walid Ahmed und Husein Bakr wurden von der Handwerkskammer Leipzig betreut. Um dieses Video anzuzeigen aktivieren Sie bitte Javascript, und ziehen Sie in Betracht Ihren Internet Browser zu aktualisieren. An dem Online-Wettbewerb Informatik-Biber nehmen pro Jahr rund 300.000 Schülerinnen und Schüler teil. Das Ziel: Nicht nur Computernerds für die Welt der Einsen und Nullen zu begeistern, sondern möglichst alle. Das gelingt über einen Umweg – die Lust am Knobeln. 341.241 Schülerinnen und Schüler haben in diesem Jahr beim sogenannten Informatik-Biber mitgemacht. So können Talente früh entdeckt und gefördert werden. Denn digitales Denken wird immer wichtiger. Rund 300 Preisträgerinnen und Preisträger bundesweiter Schüler- und Jugendwettbewerbe lud das Bundesbildungsministerium nach Berlin ein. Einer von ihnen war Mark Wendt, der Gewinner des „Bundeswettbewerbs Fremdsprachen“. Das Bundeskabinett hat die Stellungnahme zum „Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung“ beschlossen. Bildungsstaatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen über Freiräume für die geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung, das nächste Rahmenprogramm und den Evaluationsbericht. Da können wir sehr viel lernen. Die Schulformen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Wie sinnvoll ist das? Brautmeier: Es gibt viele verschiedene Schulformen mit sehr unterschiedlichen Niveaus. Und wir haben für ähnliche Schulformen unterschiedliche Bezeichnungen. Das produziert Durcheinander und ist nicht nachvollziehbar. Es wäre die Aufgabe der Kultusministerkonferenz, sich auf eine Vereinheitlichung zu einigen und mit dieser Unübersichtlichkeit aufzuräumen. Es hat sich in den vergangenen Jahren aber schon einiges getan: Wir haben einheitliche Bildungsstandards, das Zentralabitur und zentrale Evaluierungsmethoden wie die Vergleichsarbeiten. Diesen Weg müssen wir weitergehen. Chancengleichheit: Egal, wo ein junger Mensch zur Schule geht, überall muss er bestmöglich gefördert werden, so die Expertin. Stellen Sie sich vor, Sie wären Bildungsministerin – welche Reform würden Sie als Erstes auf den Weg bringen? Brautmeier: Ich würde sofort das Kooperationsverbot für Universitäten und Schulen aufheben. Wir brauchen die Eigenverantwortlichkeit der Schulen und Hochschulen, aber die finanzielle Unterstützung durch den Bund. Ich würde sofort dafür sorgen wollen, dass eine Schule in einer strukturschwachen Region genau so gut ausgestattet ist und arbeiten kann, wie in einer finanziell gut gepolsterten Kommune. Das ist ein wichtiges Prinzip der Chancengleichheit: Egal wo ein junger Mensch zur Schule oder Uni geht, überall muss er bestmöglich gefördert werden.

„Teil des Pakts ist außerdem unsere Zusage an die Träger, für inklusive Kinder künftig den doppelten Förderzuschuss zu gewähren. Mit der so genannten Doppelzählung erfüllen wir eine langjährige Forderung der Trägerverbände“, sagt die Ministerin. Ein Schwerpunkt des Pakts ist die Sprachförderung in den Kindertageseinrichtungen. In den vergangenen Jahren wurde in den Einschulungsuntersuchungen bei circa 30 Prozent der Kinder ein intensiver Sprachförderbedarf festgestellt. „Diese Kinder brauchen eine gezielte sprachliche Anregung und verbindliche Förderung“, so die Ministerin. Sprachkompetenz und Ausdrucksvermögen seien elementar für den Bildungserfolg aller Kinder. Das neue Konzept baut auf den bewährten Elementen des Landesprogramms „Spatz“ (Sprachförderung in allen Tageseinrichtungen für Kinder mit Zusatzbedarf) auf. Damit werden sowohl das Bildungsangebot „Singen-Bewegen-Sprechen“ (SBS), als auch die „intensive Sprachförderung im Kindergarten“ (ISK) weitergeführt und finanziert. Darüber hinaus soll das neue Konzept auch die Entwicklungsbereiche der mathematischen Vorläuferfähigkeiten, der Motorik sowie der sozial-emotionalen Verhaltensweisen umfassen. Teil des Konzepts ist außerdem ein verbindliches Entwicklungsgespräch im Anschluss an die Einschulungsuntersuchung, also circa ein Jahr vor der Einschulung. An diesem Gespräch sollen Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, die Schule und bei Bedarf Vertreter des Gesundheitsamts gemeinsam über Fördermaßnahmen beraten und eine auf die individuellen Bedürfnisse des Kinds zugeschnittene Entscheidung bezüglich der Förderung treffen.

Cybermobbing, das sind Bedrohungen, Beschimpfungen und Hänseleien über das Internet. In Form von Texten, Fotos, Videos. Auf Facebook, Instagram oder anderen Plattformen, von denen aus die Inhalte häufig verbreitet werden. Das Mobbing kann sich auch gegen Schüler richten: Fast jeder Achte hatte das 2017 in Deutschland schon erlebt, zeigte eine Studie des Bündnisses gegen Cybermobbing. Jeder siebte Schüler war schon Täter. Das Heppenheimer Gymnasium, das zeigt der Blick auf die Zahlen, ist nur eine Schule von vielen, an denen es passiert. Gleichzeitig ist Cybermobbing ein noch ziemlich neues Problem, mit dem längst nicht alle Kollegien Erfahrung haben. Auch das zeigt der Fall in Heppenheim: „Wir müssen uns fragen: Erreichen wir eine andere Generation, die Schüler, mit unseren Präventionskonzepten wirklich, oder müssen wir irgendetwas ganz anders machen?“, sagt Schulleiterin Katja Eicke. Wer fertiggemacht wird, ob Schüler oder Lehrer, erfährt, wie es sich anfühlt die Kontrolle zu verlieren. Wie hält man etwas auf, das sich mit der Geschwindigkeit von Klicks verbreitet? Ich selber will Lehrer werden, musste jedoch mein Studium nach Einführung der Studiengebühren einstellen. Liegt nicht da das eigentliche Problem? Josef Kraus: Die Einführung der Studiengebühren war sicherlich nicht geeignet, genügend junge Leute zum Studium eines Lehramtes zu motivieren. Gerade in bestimmten Fächern ist uns dadurch in schmerzlicher Weise der Nachwuchs ausgeblieben. Dies gilt insbesondere für so wichtige Fächer wie Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik an allgemeinbildenden Schulen und Elektrotechnik, Metalltechnik, wirtschaftswissenschaftliche Fächer an berufsbildenden Schulen. Anton6 (Gast): Trotz schlechter Ergebnisse in Schulvergleichsstudien wird in allen Bundesländern G8, das Abitur nach 8 Sekundarschuljahren, eingeführt, ohne dass Lehrpläne angepasst wurden. Wie stehen Sie zum Abitur nach 12 Schuljahren? Josef Kraus: Zunächst – es ist nicht richtig, dass wir im internationalen Vergleich schlecht abgeschnitten haben. Bei Pisa 2006 sind wir international ins vordere Viertel vorgedrungen und haben selbst das hochgerühmte Schweden hinter uns gelassen. Was das G8 betrifft, haben Sie recht. Diese Maßnahme, zumal sie reichlich überstürzt durchgezogen wurde, ist nicht geeignet, zukünftig gute Testergebnisse zu erzielen. Edi17 (Gast): Entwickelt sich das deutsche Bildungssystem zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft? Eltern, die es sich leisten können, schicken ihre Kinder auf Privatschulen.

Interview Zum Kooperationsverbot: Fördern, Aber Nicht Reinreden

Auch der Wissenschaftsrat kümmert sich ja um die Unabhängigkeit der Universitäten. Wir sind hier sehr gut aufgestellt. Überfüllte Hörsääle, schlechte Bedingungen – die Unis müssen besser gefördert werden, meint Brautmeier. Die SPD möchte das Kooperationsverbot auch für Schulen aufheben. Was sagen Sie dazu? Brautmeier: Das wäre sehr sinnvoll und höchst wünschenswert. Die Finanzierung der Schulen ist Aufgabe der Kommunen. Die sind oft stark verschuldet und können die Schulen zum Teil noch nicht mal mehr mit dem Allernötigsten ausstatten. Dabei sind die Herausforderungen für die Schulen groß wie nie. Sie haben föderale und zentrale Schulsysteme im internationalen Vergleich untersucht. In welchem System lernen Schüler besser? Brautmeier: Ich habe die Systeme in den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften und Lesen miteinander verglichen und herausgefunden, dass es überhaupt keinen Einfluss auf die Leistungen der Schüler hat, ob das Bildungssystem föderal oder zentral organisiert ist. Die Leistung hängt von ganz anderen Faktoren ab, wie dem familiären Bildungshintergrund. Die hätte belebend wirken können, wie gerade bei der CDU im Bund. Aber am Ende landete Breymaier bei knapp 19.000 abgegebenen Stimmen nur 39 vor Herausforderer Castellucci und trat enttäuscht zurück. Der fühlte sich zwar ermutigt, seine Partei wollte ihn aber dann doch nicht. Castellucci unterlag bei der Wahl auf dem Parteitag mit 151 zu 159 Stimmen dem Fraktionsvorsitzenden Stoch, der ursprünglich gar nicht kandidiert hatte. Stoch seinen dialektischen Weg ins Amt. Die Parteibasis kann sich nicht einigen, ob sie einen Linkskurs will oder doch wieder in Richtung Mitte. Schon immer hatte es die SPD in Baden-Württemberg und Bayern schwer, hier fehlt die traditionelle Klientel. Der meist gut entlohnte Facharbeiter von Daimler oder Siemens kann mit Hartz-IV-Kritik oder Umverteilung wenig anfangen. Die Studenten und die Großstädter halten inzwischen zu den Grünen. An wie vielen Fronten die Genossen zu kämpfen haben, zeigt ein Thesenpapier aus der Stuttgarter Landeszentrale. Bis zum Frühjahr 2016 regierte die SPD als Juniorpartner der Grünen, dann fiel sie auf 12,7 Prozent bei der Landtagswahl. Während der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann seitdem den Vordenker der Konservativen gibt, fürchtet die SPD den endgültigen Exitus. Nils Schmid, einst Vizeministerpräsident.

Wir werden 60 - 웹

Gerade an dieser Schule musste die Schulleiterin nun einen Elternbrief aufsetzen, um darüber in Kenntnis zu setzen, dass es einen Fall von schwerem Cybermobbing gibt. Gerade hier wurden die zwei Schüler, die die Fotos verbreitet hatten, nun von der Schule verwiesen. Gerade an dieser Schule musste Eicke den Gebrauch von Handys jetzt verbieten, ab sofort, auf dem gesamten Schulgelände. Und weil es diese Schule ist, an der sonst alle ständig online sind, empfinden einige zumindest das Smartphone-Verbot als Kollektivstrafe, sagt Eicke. Manche ärgerten sich, sie hätten doch gar nichts gemacht. Egal welche Schule, egal welche Projekte: Vor Cybermobbing könnten sich Lehrer nie vollständig schützen, sagt Hans Hülsbeck, Präventionsexperte beim Bund deutscher Kriminalbeamter für das Land Nordrhein-Westfalen. Wichtig sei, schnell zu handeln, wenn ein Fall auftrete. Hülsbeck. Er rät zu Einzelgesprächen mit den Beteiligten, auch mit Eltern. Das Problem sei nur: Häufig sei kaum jemandem klar, ob es sich bei einem Vorfall nun um eine Straftat handele oder um eine Angelegenheit, die man auch ohne Behörden lösen könne. Das Abgeordnetenhaus fordert den Senat auf, dem von der Bundeskanzlerin initiierten Bildungsgipfel zu nutzen, um die für das Berliner Bildungssystem notwendigen bundespolitischen Reformen anzustoßen. 1. Der Bund muss wieder die gesetzliche Möglichkeit erhalten, sich an der Bildungsfinanzierung der Länder zu beteiligen. 2. An der Finanzierung notwendiger Bildungsausgaben in den Ländern beteiligt sich der Bund mit einem Solidarbeitrag, dem Bildungssoli. Dieser wird aus den nicht mehr für den Aufbau Ost benötigten Steuer-mittel des Solidarbeitrages Ost finanziert. 3. Bund und Länder stellen in diesem Rahmen eine verbindliche Finanzie-rung des flächendeckenden Ausbaus der Ganztagsschulen bis 2020 si-cher. Förderung des Besuchs von Kindertagesstätten statt die Finan-zierung des Fernbleibens durch Betreuungsgeld. In Kitas und Schulen, als zentralen Orten für die Integrations-anstrengungen wird die flächendeckende Sprachförderung un-ter Einbeziehung der Eltern, mit finanzieller Beteiligung des Bundes ausgebaut. Die Integrationskurse des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge sollen an Kitas und Schulen ange-boten werden. Der Bund soll in die Entwicklung einer Strategie für mehr Bildungsbeteiligung und lebensbegleitendes Lernen eingebun-den werden. Dem Abgeordnetenhaus ist bis zum 15. November 2008 zu berichten. Am 22. Oktober findet ein von der Bundeskanzlerin einberufener Bildungsgipfel in Dresden statt, an dem auch die Ministerpräsidenten der Bundesländer teil-nehmen werden. Im Vorfeld hat die Bundeskanzlerin eine „Bildungsreise“ durch die Republik unternommen und verschiedene Bildungsinstitutionen besucht. Gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister war sie auch zu Gast in einer Kreuzberger Bildungseinrichtung. Der „Bildungsgipfel“ soll sich mit allen Bildungsbereichen befassen – von den Kindertagesstätten über die Schulen, der beruflichen Bildung und der Hochschu-len bis zum lebensbegleitenden Lernen.

Die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um Bildung und Beratung – für jedes Alter in jeder Lebenlage. Der Wegweiser Bildung informiert kostenlos über mögliche Berufs- und Bildungswege, lotst Sie zu passgenauen Bildungsangeboten. Wie steht es um das Bildungswesen in Freiburg? Wo braucht es vielleicht zusätzliche Angebote? Welche bestehenden Angebote müssen besser miteinander vernetzt werden, so dass mehr Menschen davon profitieren können? Das sind nur einige der Fragen, mit denen sich die 2014 ins Leben gerufene Stabsstelle Freiburger Bildungsmanagement beschäftigt. Die Volkshochschule Freiburg bietet ein breit gefächertes Bildungsangebot für Menschen aller sozialen Schichten und Altersgruppen. Die Freiburger Stadtbibliothek bietet Bücher und Medien für alle Generationen: Zur Leseförderung, zur Weiterbildung, zur Unterhaltung und zur Bewältigung des Alltags. Die Stadtbibliothek ist offen für alle. Die Medienkompetenz junger Menschen zu steigern hat sich das Kreismedienzentrum Freiburg auf die Fahnen geschrieben. Neben dem Verleih von Unterrichtsmedien werden Veranstaltungen zur fächerintegrativen Medienbildung und pädagogische als auch technische Information und Beratung für deren sachgerechten Einsatz angeboten. Die Freiburger Schulprojektwerkstatt bietet Beratung, Weiterbildung und Projekte in den Bereichen Darstellendes Spiel, Theater, Musik, Bewegung, Prävention und Video an. In Zusammenarbeit mit der Schule entwickelt die Schulprojektwerkstatt individuelle, bedürfnisorientierte Konzepte, die sich nachhaltig in das Schulprofil einfügen.

Auf die Rechte der Flüchtlinge wird gar nicht mehr eingegangen. SPIEGEL ONLINE: Erleben Sie das auch bei sich in Schleswig-Holstein? Iwersen: Unser Ministerpräsident Günther will ja für den Spurwechsel eintreten, aber die Flüchtlingshelfer merken davon nichts. Zum Beispiel findet der Neujahrsempfang für Ehrenamtliche unter der aktuellen Regierung nicht mehr statt. Uns geht es nicht darum, dass wir ein Schnittchen abgreifen können, sondern wir brauchen eine Plattform, wo wir uns äußern können. SPIEGEL ONLINE: Wie war die Reaktion von Staatssekretär Torsten Geerdts bei Ihrem Treffen? Iwersen: Eigentlich positiv, er hat uns teilweise zugestimmt. Aber in anderen Punkten waren wir vollkommen konträr. Geld, das angeblich nicht vorhanden ist, spielt ja auch immer eine Rolle. Dabei brauchen wir mehr finanzielle Mittel, etwa für die Bildung – wir müssen zusätzliche Stellen an Schulen schaffen. Geerdts erkennt zwar an, dass das wichtig ist, und hat Programme genannt, für die das Land schon Mittel zur Verfügung stellt. Aber das reicht nicht aus. Die Rückgabe der Ehrennadel soll deshalb auch ein Statement sein, dass wir mit der Situation absolut nicht zufrieden sind. SPIEGEL ONLINE: Was müsste denn passieren, damit Sie so eine Auszeichnung noch mal annehmen würden? Iwersen: Sie müsste ehrlich rüberkommen. Und uns müsste eine Plattform geboten werden, um auf Missstände aufmerksam zu machen. Wenn wir jetzt sagen, dass uns etwas nicht gefällt, interessiert das niemanden. SPIEGEL ONLINE: Engagieren Sie sich trotz dieser Enttäuschungen weiter? Iwersen: Selbstverständlich. Das Engagement wird durch die Rückgabe von Ehrennadeln nicht beeinträchtigt. Wir sagen mit der Geste nur: Wir brauchen keine Ehrung, die nicht ehrlich gemeint ist. Uns ist es wichtig, die Menschen hier gut aufzunehmen.

Im Gegenzug sollen die Bundesbürger entlastet werden. Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung soll von 3,3 auf 2,8 % sinken. Bundesregierung, Banken und Versicherungsbranche vereinbaren in Berlin ein deutlich aufgestocktes Rettungspaket für den angeschlagenen DAX-Konzern Hypo Real Estate. Danach will die Finanzindustrie nach Angaben des Finanzministeriums den Umfang der Notfallkredite für den Münchner Konzern auf nunmehr 30 Mrd. € verdoppeln. Das Gesamtvolumen des Rettungspakets beläuft sich damit auf insgesamt 50 Mrd. €. Angesichts der Zuspitzung der Finanzmarktkrise gibt die Bundesregierung eine Staatsgarantie für alle privaten Spareinlagen. Nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) umfasst die Garantie Spargeldeinlagen und Geld auf privaten Girokonten. Der deutsche Radprofi Stefan Schumacher steht unter Doping-Verdacht. Bei dem 27-Jährigen ist nach Angaben seines Teams Gerolsteiner die Doping-Substanz Cera nachgewiesen worden. Schumacher wird mit sofortiger Wirkung suspendiert. Der SPD-Politiker Erwin Sellering ist neuer Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern. Der Landtag in Schwerin wählt den 58-jährigen SPD-Landeschef mit der Mehrheit von SPD und CDU zum Nachfolger des am 3. Oktober aus Altergründen zurückgetretenen Harald Ringstorff. Die französische Großbank BNP Paribas übernimmt für 14,5 Mrd. € die Kontrolle über die angeschlagene Fortis-Gruppe in Belgien und Luxemburg.