BilMini/ Januar 28, 2019/ Allgemein/ 0Kommentare

Eine Lehrerin einer Deutsch-Intensivklasse hilft in Mainmetropole einem Schüler. Doch wie viele Flüchtlinge im schulpflichtigen Alter mit und ohne Familie sind nach Deutschland gekommen? Eine genaue Zahl inexistent, der Prozess sei zu dynamisch, so die Einschätzung der Ständigen Konferenz der Kultusminister, kurz KMK. Sie geht von 325.000 Flüchtlingskindern in den vergangenen beiden Jahren aus. Eine Zahl, die – so vermuten Experten – weiter steigen wird. Die KMK rechnet vor: Dafür werden etwa 20.000 neue Lehrer gebraucht, Kosten: 2,3 Milliarden Euro. Entsprechend Bundesland ist der Markt für Lehrer allerdings relativ leer gefegt. Wie sollen Flüchtlingskinder unterrichtet werden? Experten streiten darüber, wie die Integration es empfiehlt sich gelingen kann. Der Feste Einrichtung und Entwicklung (OECD) zufolge sollten Flüchtlingskinder schnell mit anderen Schülern zusammenkommen. PISA-Chefkoordinator Andreas Schleicher hatte die von den Bundesländern angebotenen Vorbereitungs- oder Willkommensklassen, in denen Flüchtlingskinder quasi unter sich sind, kürzlich als Notbehelf bezeichnet – für einen schnellen Spracherwerb seien sie auf längere Sicht keine gute Lösung. Dauerhafte Willkommensklassen seien scheinbar Weg, meint auch der Münchner Bildungsökonom Ludger Wößmann. Dort hätten die Kinder und Jugendlichen den täglichen Austausch.

Ich habe seit Ewigkeiten den Eindruck, dass es vielen Leuten bei ihrem politischen Engagement an erster stelle um Exklusivität geht. Im Gegensatz zum, was die Vertreter des Multikultis sagen, hat es durchaus Vorteile, wenn man unter sich bleibt, das gilt auch für den Meinungskampf. Man ist vor Überraschungen geschützt, wozu ja auch unangenehme Meinungen gehören. Man hört im Kern, was einen in seiner Haltung bestätigt, und stärkt so das Selbstwertgefühl. Erst recht hilft die Abschottung, Überlegenheit zu demonstrieren: Wir sind „die Vielen“, wie eine Erklärung des deutschen Kulturbetriebs heißt – die anderen sind die Nazis und Deppen. Sozialwissenschaftler haben einen Fachbegriff für diese Form sozialer Distinktion. Sie sagen „Virtue Signalling“. Tattoos oder auffällige Piercings: Man signalisiert Gleichgesinnten, dass man auf der richtigen Seite steht. Dass es meist bei der Geste bleibt, kann man kritisch sehen, läuft aber als Vorwurf ins Leere. Der Sinn von Identitätsmarkern ist ja eben das: Identitäten zu markieren. Deshalb wäre es etwa auch völlig unsinnig, einen Fahrensmann wie Sascha Lobo zu kritisieren, dessen Texte grundsätzlich der Tugend-Anzeige dienen.

Das Grundgesetz untersagt eine Solidarität von Bund und Ländern in der Bildung. Das soll sich ändern. Ab heute wird darüber im Bundestag beraten. Exzellenz-Initiative, Hochschul-Pakt, Professorinnen-Programm – sichtbar werden eine lange Liste von Projekten, mit denen der Bund die Hochschulen fördert. Nun will der Bundestag das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern im Wissenschaftsbereich lockern. Mirjam Brautmeier: Dies sind allesamt zeitlich begrenzte Programme. Der Bund kann die Hochschulen unbeständig fördern. Genau das wäre aber dringend notwendig. Die Universitäten müssen besser ausgestattet sein, um das hohe Niveau unserer Ausbildung halten zu können und weiter zu verbessern. Dr. Mirjam Brautmeier studierte Bildungsmanagement an der TU Dortmund und promovierte an der FU Berlin über die Zukunft des Bildungsföderalismus in Deutschland. Besteht nicht die Gefahr, dass die Hochschulen dadurch ihre Autonomie verlieren? Wer Geld gibt, will ja Beeinflussen. Brautmeier: Ich sehe keine große Gefahr, dass der Bund versuchen wird, Einfluss auszuüben. Die Autonomie der Hochschulen bleibt gewahrt, obschon bestimmte Förderprogramme nimmer zeitlich befristet werden.

Damit die schulergänzenden Betreuungsangebote zu dem festen Bestandteil der schweizerischen Volksschule werden. Hier finden Sie unseren aktuellen Newsletter, der wieder viele Neuigkeiten aus dem Bereich der schulischen Tagesbetreuung enthält. Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre und danken Ihnen für Ihr Interesse. Bereits in den 70-er Jahren war die Einführung von Tagesschulen ein Thema, gesellschaftlich waren diese aber in keiner Weise akzeptiert. Sommers 2018, rund 50 Jahre später, wird in den städten Zürich über den ersten grossen Schritt zur flächendeckenden Einführung von Tagesschulen abgestimmt. In der Mehrzahl im Parlament setzt sich für Tagesschulen ein. Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Entlastung von Alleinerziehenden sowie die Integration von Kindern aus bildungsfernen oder ausländischen Familien sind nur einige der Vorteile einer Tagesschule. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels wird die Einführung von Tagesschulen auch seitens der Wirtschaft unterstützt. Auch in anderen Kantonen kommt es vermehrt zur Bildung von Tagesschulen oder zumindest zur engeren Verflechtung von Horten und Schulen. Allerdings sei man hierzulande noch weit entfernt dessen, was aus pädagogischer Sicht als Tagesschulen bezeichnet werden könne – abgesehen vielleicht von einzelnen Vorzeigeschulen, so Patricia Schuler, Professorin an der Pädagogischen Hochschule Zürich.

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