BilMini/ Februar 13, 2019/ Regierung/ 0Kommentare

Studenten schlafen lange, trinken viel und sind ständig am Feiern: Mit diesem Vorurteil hat das Deutsche Studentenwerk unter Studierenden für die Teilnahme am 21. Sozialbericht geworben. Jetzt liegen die Ergebnisse der 2016 durchgeführten repräsentativen Onlineerhebung unter rund 60.000 Studierenden an 248 Hochschulen vor – sie liefern Fakten statt Stereotype. Der Durchschnittsstudent ist demnach 24,7 Jahre alt, unverheiratet, in ein Vollzeitstudium eingeschrieben und verfügt über 918 Euro im Monat. Der alle vier Jahre erscheinende Bericht gibt Aufschluss über die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden in Deutschland. Durch die Sozialerhebung lässt sich zudem feststellen, wie sich bildungspolitische Maßnahmen wie die Hochschulreform oder Änderung des Bafög auswirken und wie es in Deutschland plus/minus Bildungsgerechtigkeit bestellt ist. Er liefert damit Anlass für politische Debatten. Arbeitsaufwand und Belastung: Vollzeitstudierende investieren durchschnittlich 33 Stunden pro Woche in ihr Studium. 18 Stunden davon verbringen sie im Selbststudium, 15 Stunden in Lehrveranstaltungen. Bei der letzten Erhebung 2012 lag die Präsenzzeit noch bei 17 Stunden pro Woche.

BAföG wird bei Studenten grundsätzlich zu 50 % als Darlehen gewährt. Die Zahl der Empfänger sinkt seit jahren. Im Jahre 2017 gab es die staatliche Ausbildungshilfe für rund 557.000 Studenten und etwa 225.000 Schüler. Im Koalitionsvertrag hatten CDU, CSU und SPD deshalb eine „Trendumkehr“ bis 2021 vereinbart. Die nun beschlossene Reform soll bereits in der zweiten Jahreshälfte greifen. Dann beginnt an den Hochschulen das Wintersemester. Immer weniger Studenten und Schüler bekommen BAföG. Das soll sich durch ein neues Gesetz ändern. Doch kurz bevor es im Bundeskabinett auf den Weg kommen soll, werden Zweifel laut. Allerdings muss der Bundestag noch abstimmen – und dort gibt es Vorbehalte: AfD, FDP, Linke und Grüne bezweifeln, dass die Novelle die angekündigte Trendumkehr erreicht werden kann. Hauptkritikpunkte sind, dass trotz Ausweitung bis jetzt zu wenige Menschen gefördert würden – und es für den Einzelnen weiterhin unter Soll Geld gebe, weil zudem die Mieten stark gestiegen seien. Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert gründliche Nachbesserungen. Die Beschlüsse der Regierung blieben „weit hinter den gestiegenen Lebenshaltungskosten zurück“, kritisierte GEW-Vizevorsitzende, Andreas Keller. Für ihn ist die BAföG-Novelle bisher eher ein „Reförmchen“, keine echte Reform.

Die geplante Auktion der 5G-Mobilfunkfrequenzen soll nach Meinung von Forschungsministerin Anja Karliczek auch Geld für den Digitalfonds einbringen. Wichtig sei dann, 5G-Einheiten an zentralen Stellen aufzubauen. Damit könne man die Kommunikation steuern. Hintergrund ist ein Zielkonflikt in der Bundesregierung. Auf der einen seite will sie einen möglichst flächendeckenden Ausbau eines schnellen 5G-Kommunikationsnetzes, das etwa fürt autonome Fahren nötig ist und das auch in China oder den Vereinigten Staaten aufgebaut wird. Andererseits soll die Versteigerung der Lizenzen aber auch Geld für den im Koalitionsvertrag vorgesehenen neuen Digitalfonds einbringen – dieser soll etwa Investitionen in Start-ups erleichtern. Karliczek plädierte nun für ein „gutes Verhältnis“ zwischen beiden Zielen. „Wir brauchen jetzt an sich eine Grundausstattung 4G“, sagte sie. Die Bundesnetzagentur hatte im finalen Entwurf für die anstehende Auktion der 5G-Frequenzen die Auflagen für die Netzbetreiber nochmals erhöht. Sie umfassen nun auch die Versorgung der Landstraßen, Wasserstraßen und Schienenwege. Der Entwurf sieht daneben bis Ende des Jahres 2022 vor, eintausend 5G-Basisstationen zu errichten. Die Versteigerung der Frequenzen ist fürs Frühjahr 2019 geplant.

Aber es heißt jedem einzelnen Kind gerecht werden können. SPIEGEL ONLINE: Was qualifiziert Sie denn für den Job als Bildungsministerin? Karliczek: Ein Ministerium zu führen, in dem so viele Menschen mit so viel Know-how arbeiten, ist vor allem auch eine Managementaufgabe. Und ich verkörpere, was heutzutage so wichtig ist: den Willen zum lebenslangen Lernen. Den Mut, Neues anzufangen. Außerdem ist mir der Bildungsbereich ja sehr nahe: Als ich noch im Hotel gearbeitet habe, habe ich mich intensiv schätzungsweise Auszubildenden gekümmert. Im Forschungsbereich werde ich jetzt am Beginn schauen, wo die Schwerpunkte liegen. Mir scheint, da kann es sogar vorteilhaft sein, dass ich mit einem Blickwinkel von außen draufschaue. Ich werde oft fragen: Warum machen wir das? Mir scheint, das ist eine Kernaufgabe für Politiker. SPIEGEL ONLINE: Und die kam Ihrer Meinung nach dermaleinst zu kurz? Karliczek: Wir sehen das ja am Aufstieg des Populismus. Heutzutage verändert sich alles so schnell, die Menschen kommen gar nimmer mit. Nicht jeder kann in jedem Thema auf der Höhe der Diskussion sein.

Unsere Wirtschaft: global vernetzt. Unsere Währung: europäisch. Das Lehramtsstudium: national. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Internationalisierung des Lehramtsstudiums. Deutschland und Russland vertiefen ihre Forschungszusammenarbeit. Dafür haben Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und ihr russischer Amtskollege Mikhail Kotjukow heute in Moskau die „Deutsch-russische Roadmap für die Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation“ unterzeichnet. Gestern haben sich die Länder einstimmig dafür ausgesprochen, der vom Deutschen Bundestag mit einer Zweidrittelmehrheit verabschiedeten Grundgesetzänderung in der vorliegenden Form nicht zuzustimmen. Bundeskabinett beschließt Neuausrichtung der Gesundheitsforschungspolitik. Ministerin Karliczek: „Gesundheitsforschung erfolgreich gestalten -im Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern“. Mehr Studierende, Auszubildende, Schülerinnen und Schüler sowie Fachkräfte im Bildungs- und Jugendbereich sollen durch einen Auslandsaufenthalt wertvolle Lernerfahrungen sammeln. Dieses Ziel eint die für Bildung zuständigen Ministerinnen und Minister der Europäischen Union. Heute haben das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gemeinsam in Berlin mit den Sozialpartnern, Ländern, Kammern und der Arbeitsamt den Auftakt für die Erarbeitung einer Nationalen Weiterbildungsstrategie gegeben. Gestern haben die Ministerinnen und -minister Hubertus Heil, Franziska Giffey und Anja Karliczek, Peter Altmaier und Horst Seehofer gemeinsam in Berlin eine Fachkräftestrategie vorgestellt und diese mit den Spitzen der Sozialpartner, Länder, Kammern und der Dienststelle diskutiert. Karliczek: „Können unsere Welt nur in Vielfalt erforschen und verstehen.“ Die Kleinen Fächer machen die Vielfalt und den Reichtum der deutschen Hochschullandschaft aus. Unterm Motto „Lesen bringt uns weiter. Lesestart für Flüchtlingskinder“ hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam das Stiftung Lesen das Leseförderprogramm für geflüchtete Kinder weiterentwickelt.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) will mit einem „MINT-Aktionsplan“ mehr Kinder und Jugendliche für technische und naturwissenschaftliche Fächer und Berufe begeistern. Dafür stellt ihr Haus bis 2022 zusätzlich 55 Millionen Euro bereit, berichtet das „Handelsblatt“. Gute MINT-Bildung sei in der modernen, digital geprägten Welt unerlässlich, sagte Karliczek der Zeitung. Gerade die klassischen Natur- und Ingenieurwissenschaften, aber auch die Medizin erhielten durch die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz einen neuen Schub und bedürfen guten Nachwuchses. Hintergrund ist der in diesen Fachbereichen besonders ausgeprägte Fachkräftemangel. Ende 2018 waren Erhebungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft zufolge fast eine halbe Million Stellen unbesetzt. Karliczek im Vorwort des Aktionsplans. Neben anderen die Kernpunkte ist die Vernetzung der vielfältigen Aktivitäten privater MINT-Akteure. Dazu wird eine Online-Plattform samt Geschäftsstelle geschaffen. Ein Wettbewerb soll bundesweit 30 bis 40 Cluster fördern, im sich regionale MINT-Akteure zusammentun und regelmäßige, dauerhafte und betreute Angebote konzipieren. Zudem soll ein breiter Zugang zu Mint-Programmen „so zur Selbstverständlichkeit werden wie Sportvereine oder musische Aktivitäten“, heißt es im Konzept. Das Nationale MINT-Forum (NMF), ein Dachverband von 30 großen MINT-Initiativen, begrüßte den Plan. Er gehe „grundsätzlich in geboren Richtung“, so die Sprecher Nathalie von Siemens und Ekkehard Winter. Bei der Umsetzung müsse aber darauf gut beleumdet, dass die bestehenden rund 120 MINT-Regionen sinnvoll eingebunden und gestärkt sowie Doppelstrukturen vermieden würden.

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