BilMini/ Februar 13, 2019/ Regierung/ 0Kommentare

Professor Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz: „Künstliche Intelligenz ist ein Zukunftsthema von zentraler Bedeutung, das unser Arbeiten und Leben fundamental verändern wird. Umso wichtiger ist ein starkes Forschungsinstitut wie das DFKI, das im Verbund mit der Technischen Universität und weiteren benachbarten Instituten, Kaiserslautern zu einem Zentrum auf diesem Forschungsgebiet macht. Das DFKI ist ein international sichtbarer Leuchtturm, wenn’s um digitale Transformation, Zukunftsinnovationen und interdisziplinäre Spitzenforschung geht. Am Standort Kaiserslautern werden viele innovative Ideen geboren und in Prozesse und Dienstleistungen umgesetzt, wie z. B. beim Maschinellen Lernen oder bei innovativen Fabriksystemen. Das Land hat die Arbeit des DFKI a priori unterstützt und eine große Menge von von Projekten und Infrastrukturvorhaben finanziell gefördert. Professor Dengel verwies darauf, dass viele Großunternehmen teilweise allzu zweistellige Milliardenbeträge in die KI-Forschung investieren, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und sich für die Zukunft zu rüsten. Er betonte weiter die herausragende Position des DFKI im Konzert dieser Technologiegiganten mitspielen zu können und weiterhin Begehrlichkeiten zu wecken: „Unser breites Methodenwissen und unsere einzigartige KI-Hardwareausstattung sind Das A und O für die Einrichtung von Transferlabs namhafter Unternehmen.

Elfte Klasse, Geografieunterricht. Ein Schüler hörte nur mit halbem Ohr zu. Doch seine Lehrerin Bärbel Cohaus nahm ihm das schön und gut. Denn der Schüler träumte nicht. Er las mathematische Fachliteratur – und seine Noten waren in Erdkunde trotzdem herausragend. Der Schüler hieß Peter Scholze. Er ist heute 30 Jahre alt und schon seit sechs Jahren Professor. Er lehrt an der Universität Bonn und hat gerade die Fields-Medaille bekommen, die höchste Auszeichnung seines Fachs, die nur alle vier Jahre verliehen wird. Cohaus, die seit 2004 das Heinrich-Hertz-Gymnasium in Berlin leitet. Das Gymnasium war in der DDR eine von einem guten Dutzend sogenannter Spezialschulen mathematisch-naturwissenschaftlich-technischer Richtung, mit denen der sozialistische Staat Spitzenförderung betrieb. Ähnliche Schulen gab es auch für musikalisch, sportlich oder sprachlich hochbegabte Kinder. Bis dato hat sich das Heinrich-Hertz-Gymnasium der Förderung sehr leistungsstarker Schüler verschrieben. Wer dorthin will, muss gute Noten mitbringen und einen Eignungstest bestehen. Im vergangenen Jahr nahm die Schule 90 von 128 Bewerbern auf. Die Schulchronik liest sich wie eine Trophäensammlung.

Denn in der West-CDU gab es längere Zeit grummeln, dass mit Merkel, Fraktionschef Volker Kauder, und bisher auch Wolfgang Schäuble nun gar Protestanten die Top-Positionen besetzten. Karliczek genießt nach Angaben aus Unionskreisen Ansehen als sehr gründliche Parlamentarierin. Besondere Nähe zum neuen Ressort Bildung und Forschung wurden ihr entgegen ihrer Vorgängerin Johanna Wanka bisher zwar nicht nachgesagt. Das ist aus Merkels Sicht aber schadet nicht – die ja selbst in ihrer Karriere immer wieder gefragt wurde, was sie erst zur Familien- und dann zur Umweltministerin qualifizierte. Allerdings hat die CDU-Chefin seit längerer Zeit klar gemacht, wie wichtig ihr das Thema Forschung und Bildung gerade in dieser Legislaturperiode ist. Indirekt profitiert hat Karliczek wohl auch davon, dass Merkel es mit zunehmendem Amtszeit nach eigenen Worten immer ernster meint mit ihrer angekündigten Frauenförderung. Laschet hatte am Sonntag im Deutschlandfunk nochmals betont, die Kanzlerin habe zugesagt, dass 50 Prozent der sechs CDU-Ministerposten mit Frauen besetzt werden sollten.

Fangen wir dabei größten Zeitdruck an. Der vor anderthalb Jahren versprochene „Digitalpakt Schule“ muss endlich umgesetzt werden. Die zwischen BMBF und Kultusministerkonferenz (KMK) ausgehandelten Eckpunkte liegen seit dem Frühsommer in der Schublade. Da müssen sie dringend wieder raus. In der Mehrheit Punkte sind längst klar, wenige jedoch nicht. Erstens: Werden die Länder mit dem Bundesgeld Tablets und Laptops kaufen? Nein, werden sie nicht. So antwortete zumindest BMBF-Staatssekretär Thomas Rachel auf eine aktuelle parlamentarische Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. Doch einige Kultusminister sehen das offenbar immerhin anders. Hier muss Karliczek Dabei bleiben: Endgeräte, die von den Schülern mit nach hause genommen werden, sind keine Investition entsprechend eines Bund-Länder-Programms. Was nicht unbedingt heißt, dass stattdessen die Länder die Kosten übernehmen müssen. Sie können sie auch den Eltern aufbürden, Stichwort: „Bring your own device“. Für Familien, die sich das jeden Cent zwei mal umdrehen, könnte (und sollte) das Teilhabepaket angepasst und aufgestockt werden. Finanziert wird das dann aber nicht aus den versprochenen fünf Digitalpakt-Milliarden, sondern aus dem Etat des Bundesministeriums für Arbeit. Sprich auf längere Sicht. Dabei neuen Ressortchef Hubertus Heil (SPD), einem der ausgewiesendsten Bildungspolitiker der Republik, sollte Karliczek an der Stelle doch ins Geschäft kommen können.

Dadurch entsteht ein räumlicher Eindruck von Tiefe, der physikalisch gar keiner ist. Hiermit dazugehörigen PC im Rucksack kann man sich im 50 Quadratmeter leeren, weißen Raum des Unity Labs völlig frei bewegen. In einem virtuellen Konferenzraum etwa, vor einem Rednerpult und einem aufgeklappten Laptop, kann man hier die nächste Präsentation im Meeting trainieren. Und die Angst ablegen, vor anderen zu sprechen. Das Ziel ist, bis Oktober 2019 psychiatrische Ambulanzen mit Evelyn-Systemen auszustatten. Bis nachher wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert, bis dahin soll aus den weißen Avataren, die in dem Programm noch ungelenk und etwas widerspenstig herummarschieren, etwas Handfestes geworden sein. Wenn man derzeit mit VR-Brille schlechthin selbst hinunterblickt, bewegt sich dort noch ruckartig ein weißer, glatter Körper. Meixner. In der Konfrontationstherapie sind die angstauslösenden Szenarien so beliebig oft reproduzierbar – ohne dass ein Therapeut mehrere Einmachgläser voller Insekten horten oder mit seinen Patienten auf die Dächer von Hochhäusern steigen muss. In der VR können Phobiker und Therapeut die Spinne keine Gelegenheit auslassen wiederkehrend das Bein hinauf krabbeln lassen, gemeinsam können sie über eine Autobahn rasen oder die Landung des Flugzeugs überstehen. Im Gegensatz zur Hypnose ist diese Vorgehensweise berechenbarer und kalkulierbarer. Man weiß genau, was der Träger der Brille gerade erlebt und der Therapeut kann es mit ihm teilen. Außerdem kann der Patient in der fortgeschrittenen Phase der Behandlung das Training auch alleine weiterführen. Die Heilbronner Wissenschaftler arbeiten derzeit an mobilen Anwendungen, die man mithilfe des Smartphones und dem Daydream VR-Headset von Google seinen Wohnsitz haben auf dem heimischen Sofa nutzen kann.

Dort müssen sich Hochschulen seit vergangenem Jahr einer regelmäßigen Evaluation unterziehen, die den Studienerfolg, sprich: die absolute Lehr-Performance einer Hochschule, in Relation setzt zur sozialen Zusammensetzung ihrer Studierendenschaft. Hierbei Ergebnis, dass sich der Einsatz für vermeintlich schwierige Studenten plötzlich bezahlt macht. Weil es jetzt darauf ankommt, was die Studienanfänger mitbringen und was die Hochschule aus ihrem Potenzial macht. In Großbritannien ist die Reputation in den Rankings die Währung, die die (außerhalb Schottlands) teilweise sehr hohen Studiengebühren rechtfertigt. In Deutschland könnte der Hochschulpakt-Nachfolger mittels von Anja Karliczek zur Währung des Bildungsaufstiegs werden. Der Koalitionsvertrag enthält eine eigentlich unglaubliche Leerstelle. Genau zweimal kommt das Stichwort „Wissenschaftskommunikation“ auf den 179 Seiten vor, und zweimal faktisch abgeschmackt. Schön, dass die Forschungsmuseen in den augen von Union und SPD „einen wichtigen Beitrag zur Wissenschaftskommunikation“ leisten. Erfreulich, dass die GroKo „den Dialog von Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft intensivieren“ will, „neue Beteiligungsformen unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft erproben und die Wissenschaftskommunikation stärken.“ Aber was soll denn das heißen?

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