Beim Geld Hört Die Bildungsrepublik Auf

Arbeitslose, Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung und Migranten nähmen deutlich seltener an einer Weiterbildung teil und seien „abgehängt“. Beim vorletzten Ziel des Bildungsgipfels ist die Bilanz (einerseits) sehr einfach: übererfüllt. Bund und Länder wollten 40 Prozent eines Jahrgangs an den Hochschulen sehen, 2015 nahmen 58 Prozent ein Studium auf. Andererseits, warnt Klemm, bleibe die soziale Schieflage und verweist auf die Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks, derzufolge Akademikerkinder weitaus häufiger studieren als der Durchschnitt der Bevölkerung. Zuletzt der Blick auf die Finanzen. Bund und Länder wollten bis 2015 die öffentlichen und die privaten Ausgaben für Bildung und Forschung auf 10 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen sehen, davon sieben Prozent für Bildung, drei Prozent für Forschung. Letzteres wurde 2015 laut Bundesforschungsministerium tatsächlich erreicht, doch Klemm befindet mit Verweis auf die Daten des Statistischen Bundesamtes: Ziel doppelt verfehlt. Eine interessante Diskrepanz, wobei Klemm wie gesagt die amtliche Statistik hinter sich weiß. Demnach flossen 2015 6,4 Prozent der Wirtschaftsleistung in Bildung, 2,7 Prozent in die Forschung, womit die Ausgaben insgesamt von 8,5 auf 9,1 Prozent Anteil am Bruttoinlandsprodukt stiegen – immerhin, aber eben deutlich unterhalb der Dresdner Ankündigung.

Die EU-Kommission hat die Bildung des zweitgrößten europäischen Autokonzerns genehmigt. Es gebe keine wettbewerbsrechtlichen Einwände gegen die Übernahme von Opel durch Peugeot. Dem Verkauf durch General Motors steht damit nichts mehr im Wege. Die EU-Kommission hat die Übernahme von Opel durch Peugeot genehmigt. Nach eingehender Prüfung habe man keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken, teilte die Brüsseler Behörde mit. Untersucht wurden demnach mögliche Auswirkungen sowohl auf den Automarkt in Deutschland und Frankreich als auch in ganz Europa. Der französische Peugeot-Mutterkonzern PSA hatte im März seine Absicht bekundet, den deutschen Hersteller vom US-Konkurrenten General Motors zu übernehmen. Das Milliardengeschäft könnte im günstigsten Fall bereits Ende dieses Monats abgeschlossen sein, wie Opel Anfang Juni bestätigt hatte. Damit entstünde der zweitgrößte Autokonzern Europas nach Volkswagen. Trotzdem halten die Brüsseler Wettbewerbskontrolleure die Marktmacht offenbar für überschaubar. Nur in Estland und Portugal erreichten beide Hersteller zusammen auf dem Markt für Nutzfahrzeuge einen Anteil von mehr als 40 Prozent. In den übrigen Märkten blieben die Anteile gering. Außerdem gebe es weiter starke Konkurrenz anderer Autobauer wie Renault, Volkswagen, Daimler, Ford, Fiat Chrysler und asiatische Hersteller. Auch beim Groß- und Einzelhandel mit den Fahrzeugen werde es keine negativen Folgen geben, erklärte die Kommission. Denn PSA und Opel nutzten unterschiedliche Vertriebskanäle.

Die Syrer Walid Ahmed und Husein Bakr wurden von der Handwerkskammer Leipzig betreut. Um dieses Video anzuzeigen aktivieren Sie bitte Javascript, und ziehen Sie in Betracht Ihren Internet Browser zu aktualisieren. An dem Online-Wettbewerb Informatik-Biber nehmen pro Jahr rund 300.000 Schülerinnen und Schüler teil. Das Ziel: Nicht nur Computernerds für die Welt der Einsen und Nullen zu begeistern, sondern möglichst alle. Das gelingt über einen Umweg – die Lust am Knobeln. 341.241 Schülerinnen und Schüler haben in diesem Jahr beim sogenannten Informatik-Biber mitgemacht. So können Talente früh entdeckt und gefördert werden. Denn digitales Denken wird immer wichtiger. Rund 300 Preisträgerinnen und Preisträger bundesweiter Schüler- und Jugendwettbewerbe lud das Bundesbildungsministerium nach Berlin ein. Einer von ihnen war Mark Wendt, der Gewinner des „Bundeswettbewerbs Fremdsprachen“. Das Bundeskabinett hat die Stellungnahme zum „Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung“ beschlossen. Bildungsstaatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen über Freiräume für die geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung, das nächste Rahmenprogramm und den Evaluationsbericht. Da können wir sehr viel lernen. Die Schulformen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Wie sinnvoll ist das? Brautmeier: Es gibt viele verschiedene Schulformen mit sehr unterschiedlichen Niveaus. Und wir haben für ähnliche Schulformen unterschiedliche Bezeichnungen. Das produziert Durcheinander und ist nicht nachvollziehbar. Es wäre die Aufgabe der Kultusministerkonferenz, sich auf eine Vereinheitlichung zu einigen und mit dieser Unübersichtlichkeit aufzuräumen. Es hat sich in den vergangenen Jahren aber schon einiges getan: Wir haben einheitliche Bildungsstandards, das Zentralabitur und zentrale Evaluierungsmethoden wie die Vergleichsarbeiten. Diesen Weg müssen wir weitergehen. Chancengleichheit: Egal, wo ein junger Mensch zur Schule geht, überall muss er bestmöglich gefördert werden, so die Expertin. Stellen Sie sich vor, Sie wären Bildungsministerin – welche Reform würden Sie als Erstes auf den Weg bringen? Brautmeier: Ich würde sofort das Kooperationsverbot für Universitäten und Schulen aufheben. Wir brauchen die Eigenverantwortlichkeit der Schulen und Hochschulen, aber die finanzielle Unterstützung durch den Bund. Ich würde sofort dafür sorgen wollen, dass eine Schule in einer strukturschwachen Region genau so gut ausgestattet ist und arbeiten kann, wie in einer finanziell gut gepolsterten Kommune. Das ist ein wichtiges Prinzip der Chancengleichheit: Egal wo ein junger Mensch zur Schule oder Uni geht, überall muss er bestmöglich gefördert werden.

„Teil des Pakts ist außerdem unsere Zusage an die Träger, für inklusive Kinder künftig den doppelten Förderzuschuss zu gewähren. Mit der so genannten Doppelzählung erfüllen wir eine langjährige Forderung der Trägerverbände“, sagt die Ministerin. Ein Schwerpunkt des Pakts ist die Sprachförderung in den Kindertageseinrichtungen. In den vergangenen Jahren wurde in den Einschulungsuntersuchungen bei circa 30 Prozent der Kinder ein intensiver Sprachförderbedarf festgestellt. „Diese Kinder brauchen eine gezielte sprachliche Anregung und verbindliche Förderung“, so die Ministerin. Sprachkompetenz und Ausdrucksvermögen seien elementar für den Bildungserfolg aller Kinder. Das neue Konzept baut auf den bewährten Elementen des Landesprogramms „Spatz“ (Sprachförderung in allen Tageseinrichtungen für Kinder mit Zusatzbedarf) auf. Damit werden sowohl das Bildungsangebot „Singen-Bewegen-Sprechen“ (SBS), als auch die „intensive Sprachförderung im Kindergarten“ (ISK) weitergeführt und finanziert. Darüber hinaus soll das neue Konzept auch die Entwicklungsbereiche der mathematischen Vorläuferfähigkeiten, der Motorik sowie der sozial-emotionalen Verhaltensweisen umfassen. Teil des Konzepts ist außerdem ein verbindliches Entwicklungsgespräch im Anschluss an die Einschulungsuntersuchung, also circa ein Jahr vor der Einschulung. An diesem Gespräch sollen Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, die Schule und bei Bedarf Vertreter des Gesundheitsamts gemeinsam über Fördermaßnahmen beraten und eine auf die individuellen Bedürfnisse des Kinds zugeschnittene Entscheidung bezüglich der Förderung treffen.

Cybermobbing, das sind Bedrohungen, Beschimpfungen und Hänseleien über das Internet. In Form von Texten, Fotos, Videos. Auf Facebook, Instagram oder anderen Plattformen, von denen aus die Inhalte häufig verbreitet werden. Das Mobbing kann sich auch gegen Schüler richten: Fast jeder Achte hatte das 2017 in Deutschland schon erlebt, zeigte eine Studie des Bündnisses gegen Cybermobbing. Jeder siebte Schüler war schon Täter. Das Heppenheimer Gymnasium, das zeigt der Blick auf die Zahlen, ist nur eine Schule von vielen, an denen es passiert. Gleichzeitig ist Cybermobbing ein noch ziemlich neues Problem, mit dem längst nicht alle Kollegien Erfahrung haben. Auch das zeigt der Fall in Heppenheim: „Wir müssen uns fragen: Erreichen wir eine andere Generation, die Schüler, mit unseren Präventionskonzepten wirklich, oder müssen wir irgendetwas ganz anders machen?“, sagt Schulleiterin Katja Eicke. Wer fertiggemacht wird, ob Schüler oder Lehrer, erfährt, wie es sich anfühlt die Kontrolle zu verlieren. Wie hält man etwas auf, das sich mit der Geschwindigkeit von Klicks verbreitet? Ich selber will Lehrer werden, musste jedoch mein Studium nach Einführung der Studiengebühren einstellen. Liegt nicht da das eigentliche Problem? Josef Kraus: Die Einführung der Studiengebühren war sicherlich nicht geeignet, genügend junge Leute zum Studium eines Lehramtes zu motivieren. Gerade in bestimmten Fächern ist uns dadurch in schmerzlicher Weise der Nachwuchs ausgeblieben. Dies gilt insbesondere für so wichtige Fächer wie Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik an allgemeinbildenden Schulen und Elektrotechnik, Metalltechnik, wirtschaftswissenschaftliche Fächer an berufsbildenden Schulen. Anton6 (Gast): Trotz schlechter Ergebnisse in Schulvergleichsstudien wird in allen Bundesländern G8, das Abitur nach 8 Sekundarschuljahren, eingeführt, ohne dass Lehrpläne angepasst wurden. Wie stehen Sie zum Abitur nach 12 Schuljahren? Josef Kraus: Zunächst – es ist nicht richtig, dass wir im internationalen Vergleich schlecht abgeschnitten haben. Bei Pisa 2006 sind wir international ins vordere Viertel vorgedrungen und haben selbst das hochgerühmte Schweden hinter uns gelassen. Was das G8 betrifft, haben Sie recht. Diese Maßnahme, zumal sie reichlich überstürzt durchgezogen wurde, ist nicht geeignet, zukünftig gute Testergebnisse zu erzielen. Edi17 (Gast): Entwickelt sich das deutsche Bildungssystem zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft? Eltern, die es sich leisten können, schicken ihre Kinder auf Privatschulen.

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